Weil sich zuletzt die Beschwerden gehäuft haben und es immer mehr schwarze Schafe unter den Straßenkünstlern soll, wird ab sofort auf der Linzer Landstraße vom Ordnungsdienst verschärft kontrolliert.
Auch wenn das Pflasterspektakel eines der touristischen Aushängeschilder von Linz ist und es eigentlich außer Frage steht, dass Straßenkünstler einer Stadt ein ganz besonderes Flair verleihen können, wenn sie die Fußgängerzone zu ihrer Bühne machen, sorgt aktuell manche Darbietung auf der Landstraße für alles andere als Begeisterung. Zuletzt kam es verstärkt zu Beschwerden – von Passanten, wie auch Kaufleuten. Die Musik sei oftmals viel zu laut und zu schrill, es gebe außerdem derzeit so viele Musiker wie noch nie. Ein Empfinden, das auf den ersten Blick durchaus verwundert.
„Lizenz zum Singen“ gibt es in Linz nicht für Jeden
Denn nirgendwo anders sind die Auflagen für Straßenmusiker so streng wie in Linz. Potenzielle „Stars“ der Fußgängerzone bekommen erst dann die Lizenz zum Singen, wenn sie im Neuen Rathaus einem Beamten gekonnt etwas vorträllern. Mit der erlangten Bewilligung dürfen die Künstler dann höchstens einmal pro Woche musizieren und müssen zudem jede halbe Stunde ihren Standort wechseln. In der Vergangenheit sollen diese Regeln laut Insidern vor allem osteuropäische Gruppierungen erfolgreich daran gehindert haben, mit Hilfe der Musiker-Lizenz das sektorale Bettelverbot zu umgehen.
„Straßenmusik darf nicht zum Ärgernis werden“
Weil es zuletzt zu Änderungen in Sachen Zuständigkeit beim Magistrat gekommen ist, soll es wieder zu mehr Genehmigungen für Künstler gekommen sein, die sich nicht an die Regeln halten. Deshalb wird nun der Ordnungsdienst aktiv. FP-Stadtrat Michael Raml: „Straßenmusik mit Maß und Ziel kann eine Stadt unheimlich bereichern, darf aber nicht zum Ärgernis werden.“
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