Niedrigster Novemberwert seit 40 Jahren: Die Arbeitslosenquote im Burgenland wird heuer auf nur 6,0 Prozent zurückgehen.
Seit 2002 leitet Helene Sengstbratl die Geschicke des AMS Burgenland. Zum 20-jährigen Jubiläum zog die längstdienende Landesgeschäftsführerin, die bereits dreimal wiederbestellt wurde, eine positive Zwischenbilanz und präsentierte erfreuliche Zahlen.
8000 ohne Job
In den vergangenen 20 Jahren stieg die Beschäftigung von 83.000 auf 111.000 Personen an. Die Zahl der Arbeitslosen entwickelte sich stabil und pendelte sich bei etwa 8000 ein.
Es gab aber Ausreißer nach oben, etwa von 2013 bis 2016, wo mehr als 10.000 Burgenländer Jobs suchten. Getoppt wurde dieser Wert nur 2020, im Jahr der ersten Corona-Pandemie mit 11.000. Derzeit sind 7041 Personen beim AMS gemeldet.
Weniger Langzeitarbeitslose
Eine positive Entwicklung zeigt sich bei Älteren ab 50 Jahre (-13,8 Prozent), bei Jugendlichen ist hingegen ein Anstieg von 14,6 Prozent zu beobachten. Erfreulich bleibt der Trend bei Langzeitbeschäftigungslosen mit einem Minus von 30 Prozent im Vergleich zum November 2021.
Die Zahl der offenen Stellen bleibt hoch, derzeit sind 1682 Jobs vakant (+8,5 Prozent im Vorjahresvergleich). Ein Plus (17,7 Prozent) gibt es auch nach wie vor bei offenen Lehrstellen (173). Dem gegenüber stehen 98 beim AMS gemeldete Lehrstellensuchende. Hier besteht also ein Überangebot.
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