Frankreich hat erstmals ein diplomatisches Telegramm mit Post-Quanten-Verschlüsselung versandt. Das teilte der französische Präsident Emmanuel Macron auf Twitter mit.
Von Post-Quanten-Verschlüsselungen wird angenommen, dass sie im Gegensatz zu derzeit üblichen Verschlüsselungsmethoden selbst von leistungsstarken Quantencomputern nicht geknackt werden können - für Macron ein „strategisches Thema“.
Nachricht ging aus den USA nach Paris
Wie es vom französischen Außenministerium hieß, ging die Nachricht am Mittwoch von Frankreichs Botschaft in den USA nach Paris. Laut Frankreichs nationaler Behörde für die Sicherheit der Informationssysteme ANSSI sind die Prototypen der Quantencomputer bisher zwar noch weit von der benötigten Kapazität und Stabilität entfernt, um eine Gefahr für die heute eingesetzte Public-Key-Kryptografie darzustellen. Allerdings gebe es auch Angriffe, bei denen Daten abgegriffen würden, um sie zu speichern und später zu entschlüsseln.
Ein grundlegender Wandel der aktuell gängigen Verschlüsselungsmethoden solle daher schon jetzt angegangen werden. Die Post-Quanten-Verschlüsselung sieht die Behörde als aussichtsreichste Methode, um sich vor Entschlüsselungen durch leistungsstarke Quantencomputer zu schützen.
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