26.04.2024 06:51

COFAG-Geld ausständig

Zmuegg: „Kogler und Brunner müssen vor Gericht“

Finanz- und Sanierungsexperte Gerald Zmuegg vom Finanzombudsteam kämpft seit geraumer Zeit um die Auszahlung zugesagter COFAG-Gelder an heimische Unternehmen. Viele Betriebe befürchten wegen ausbleibender Zahlungen mittlerweile den Konkurs, etliche Unternehmen haben die COFAG bereits geklagt. So etwa die Fit Fabrik, deren Geschäftsführer Michael Zrost gemeinsam mit dem Finanzombudsteam um 1,6 Millionen Euro kämpft. 

Die wären seit geraumer Zeit zugesagt, aber noch immer nicht ausgezahlt worden. Zrost: „Es ist so, dass die Situation sehr belastend ist. Wir laufen unserem Geld seit mittlerweile fast zwei Jahren hinterher. Die Lockdowns haben in der Fitnessbranche zu vielen Kündigungen geführt, wir haben 40 Prozent unserer Mitglieder verloren. Das bringt massive Verluste. Denn wenn man dann aufsperrt, rennen denn die Kosten sofort zu hundert Prozent wieder an. Die Einnahmen sind aber nur zu 60 Prozent wieder da. Deshalb sind wir auf die Hilfszahlungen angewiesen.“

Michael Zrost, Geschäftsführer der Fit Fabrik  (Bild: krone.tv)
Michael Zrost, Geschäftsführer der Fit Fabrik 

Das Hochfahren der Einnahmen und die Gewinnung neuer Mitglieder dauere in der Fitnessbranche aber Monate bis Jahre, man müsse sich daher als Unternehmer um neue Liquidität kümmern: „Weil die Hilfszahlungen nicht kommen, kann ich auch nicht in Marketing oder Werbemaßnahmen investieren. Das ist sehr frustrierend.“

Finanz- und Sanierungsexperte Gerald Zmuegg (Bild: krone.tv)
Finanz- und Sanierungsexperte Gerald Zmuegg

Finanzminister und Vizekanzler vor Gericht?
Sanierungsexperte Gerald Zmuegg ergänzt: „Es ist auch für uns eine neue Erfahrung, dass wir rechtliche Schritte gegen den Staat einleiten müssen. Was die gestrigen Aussagen von Vizekanzler Kogler und Finanzminister Brunner im U-Ausschuss betrifft, bin ich einigermaßen schockiert.“ Seit August 2023 wartet man nun schon darauf, dass sich Brunner und Kogler einigen und es zur entsprechenden Umsetzung einer EU-Richtlinie in österreichisches Recht kommt. „Denn daran scheitert diese Auszahlung. Es wird mit Sicherheit so sein, dass sowohl Kogler als auch Brunner mit diesen Aussagen spätestens im Gericht vom Richter noch einmal konfrontiert werden. Denn wenn es zu keiner Lösung kommt, dann sind die Klagen, die wir eingebracht haben, jedenfalls vom Richter entsprechend abzuhandeln. Und es ist simpel und ergreifend so, es ist ein Vertrag zustande gekommen. Und wenn man jetzt zwei Jahre braucht, um das umzusetzen, da habe ich kein Verständnis mehr.“        

Das ganze Interview sehen Sie im Video oben!

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