Der Althofner Klaus Mitterdorfer muss am Samstag nach Katar - wo er ÖFB-Präsident Gerhard Milletich ersetzt. Für den Kärntner wird das „völliges Neuland“. FIFA-Kongresse und das Eröffnungsspiel stehen am Plan. Geschehnisse im Vorfeld verurteilt er.
Große Ehre für Kärntens Fußball-Verbandspräsidenten: Klaus Mitterdorfer wurde für Österreich zur WM einberufen! Am Samstag düst der 57-Jährige mit ÖFB-Generalsekretär Thomas Hollerer nach Doha. Weil Präsident Gerhard Milletich aus terminlichen Gründen verhindert ist, wird also Mitterdorfer die nur zweiköpfige ÖFB-Delegation bis Dienstag mitbilden.
„Für mich ist das natürlich Neuland. Gut, dass ich mit Hollerer einen erfahrenen Mann an meiner Seite habe“, grinst Mitterdorfer. Was ihn im Wüstenstaat erwartet? „FIFA-Kongresse mit allen Mitgliedsländern, ein Empfang bei Österreichs Botschaft und eine Reihe von Terminen mit anderen Nationen“, strahlt der Treibacher.
Beim Eröffnungsspiel zwischen Katar und Ecuador sitzt Mitterdorfer am Sonntag im 60.000-Zuseher fassenden Al-Bayt-Stadion. „Vielleicht geht sich auch das Match Senegal gegen die Niederlande aus“, sagt der KFV-Chef.
Die Menschenrechts-Verletzungen, die Homophobie - alles wurde Gott sei Dank aufgezeigt und ist aufs Schärfste zu verurteilen.
Klaus Mitterdorfer, Kärntner Fußball-Verbandspräsident
Wie er zur WM steht? „Die Menschenrechts-Verletzungen, die Homophobie – alles wurde Gott sei Dank aufgezeigt und ist aufs Schärfste zu verurteilen. Über einen Boykott hätte man aber schon bei der Vergabe denken sollen - jetzt ist es zu spät. Nun muss man das Beste draus machen. Ich hoffe auf sportlich interessante Partien“, so Mitterdorfer, der Frankreich und Deutschland als die größten Titelkandidaten sieht.
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