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„Totalversagen“ | „Sinnlose Showpolitik“

„Totalversagen“: Nein, 100 Prozent sind es nicht - aber fast… Die „Fragen des Tages“, die wir via.krone.at stellen, bringen natürlich keine vollständig repräsentativen Ergebnisse. Schließlich kann jeder mittun. Aber das Ergebnis gibt, vor allem, wenn es besonders eindeutig ausfällt, immer wieder ein Gefühl dafür, was sich eine Mehrheit im Land denkt. Und so antworteten gestern auf unsere Frage „Wieder Zelte: Ist Österreichs Asylpolitik gescheitert?“ 93 Prozent mit Ja. Der burgenländische Landeshauptmann Hans Peter Doskozil formuliert es ähnlich, spricht vom „Totalversagen der Bundesregierung“. Mit diesem Urteil befindet er sich sichtlich in guter Gesellschaft. Wobei man über das „gut“ in der Gesellschaft streiten kann…

„Sinnlose Showpolitik“: Unter jenen, die sich nach dem Comeback der Zeltlager zu Wort melden ist wie zu erwarten auch FPÖ-Chef Herbert Kickl, dessen Aussage von den „Monumenten des Totalversagens“ heute auch Claus Pándi in seiner „Krone“-Kolumne erwähnt. Diese Wortmeldung Kickls sei, meint unser Autor, „ein mieser Triumph des FPÖ-Chefs über die Regierung“, wobei er auch zugeben muss, dass man von Oppositionellen schon zu viel Anstand erwarten würde, „ließen sie das migrationspolitische Desaster der Regierung kritiklos aus“. Nein, wie heißt es entlehnt aus der Fußballsprache: Das ist wirklich für die Blauen aufgelegt. Pándi zählt die „jüngsten Höhepunkte der sinnlosen Showpolitik“ auf und erwähnt dabei die Treffen von Kanzler Nehammer mit Ungarns Orbán und Serbiens Vučić in Budapest und „die Brüllerei des Innenministers von der ,klaren Kante´ an die Adresse der EU oder Indiens oder sonst wohin“. Sinnvoller wäre es gewesen, wenn sich Kanzler und Innenminister im Sommer mit den Landeshauptleuten getroffen und Pläne für die klar absehbare Flüchtlingsentwicklung gemacht hätten. Pándi: „Da geht es weder um ,Willkommenspolitik´ noch um Garstigkeiten zur Abwehr, sondern um ein kluges Management der Migration. Aber das bekommt die Regierung einfach nicht hin.“ Ja, so schaut´s aus - und das meinen - siehe oben - auch mehr als 90 Prozent der Österreicher.

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