Unverständnis über angeordnete Beseitigung der Kirschallee in der Ferdinand-Jergitsch-Straße. Doch der Wirbel ist für die Politik völlig unbegründet, denn die Kirschbäume bleiben erhalten.
Wie kann man nur diese wunderschönen Kirschbäume fällen?“, fragen sich aktuell zahlreiche Klagenfurter. Denn in der Ferdinand-Jergitsch-Straße rücken demnächst Forstarbeiter mit der Motorsäge an und fällen die gesamte Allee. „Das ist doch eine bodenlose Frechheit!“, beklagt sich eine Anrainerin gegenüber der „Krone“.
Bäume sind kaputt
Experten haben allerdings festgestellt, dass die Zeit für die Bäume abgelaufen sei. „Sie sind leider in der Resignationsphase. Das bedeutet, sie sterben ab“, verweist Stadträtin Sandra Wassermann auf ein Gutachten von Sachverständigen. Zudem bestehe auch eine Gefahr für die Fußgänger, denn: „Die Wurzeln haben stellenweise bereits den Asphalt des Gehsteiges durchbrochen und können leicht zur Stolperfalle werden.“
Im Zuge der Rodung wird die Stadt die Fahrbahn verbreitern und damit die Verkehrsproblematik in der engen Straße lösen.
Mehr Bäume werden gepflanzt
Der anfängliche Verdacht einiger Anrainer, dass die Bäume nur für den Verkehr gerodet würden, sei also nur teilweise begründet. „Wir werden zwar die Fahrbahn erweitern, aber wir werden mehr neue Bäume in der Ferdinand-Jergitsch-Straße einpflanzen“, sagt Wassermann. Und das soll mittels des Schwammstadt-Prinzipes erfolgen. Damit könne man das Stadtklima nachhaltig verbessern.
Japanische Kirsche wird wieder erblühen
Und als Trost für alle Liebhaber der Kirschbäume: Es werden wieder japanische Kirschen gepflanzt. „Im Endeffekt bedeutet es, dass sich das Ortsbild nur kurz verändern wird. Der beliebte Alleencharakter und die Blütenpracht werden auch in Zukunft bestehen bleiben“, verspricht die Stadträtin.
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