„Globales Zeichen“

Riesige Weltkugel rollt in die Wiener Hofburg

Politik
12.10.2022 18:00

Starkes „grünes“ Signal des neu gewählten Bundespräsidenten Alexander Van der Bellen an die Welt: Seine allererste Auslandsreise nach der Wahl wird ihn am 7. und 8. November zur UNO-Klimakonferenz in Sharm El-Sheikh nach Ägypten führen! „Ich will damit ein starkes globales Zeichen setzen. Denn der Klimawandel bedroht unser aller Lebensgrundlagen“, so das rot-weiß-rote Staatsoberhaupt, das - wie berichtet - den Kampf gegen die Erderwärmung zum Eckpfeiler seiner Amtszeit machen wird.

Um sein Engagement für die „Rettung der Welt“ zu unterstreichen, hat der Präsident im Maria-Theresien-Zimmer auch eine symbolische Aktion gesetzt - denn dort kugelt (im wahrsten Sinne des Wortes) zum Start des Gipfels am Roten Meer eine riesige Weltkugel herum. „Als Mahnmal für Besucher“, wie Van der Bellen betont.

„Wir haben nicht mehr viel Zeit“
Seine glasklare Ansage an die tausendfache Schar an Konferenzteilnehmern, die trotz der gewaltigen klimaschädlichen Treibhausgas-Emissionen unverdrossen und recht unbekümmert aus allen Ecken der Welt nach Ägypten fliegen werden: „Das Eindämmen der Klimakatastrophe ist unsere große gemeinsame Verantwortung und Aufgabe. Wir können sie nur durch internationale Zusammenarbeit bewältigen. Von Pakistan über Florida bis nach Europa haben wir in den letzten Monaten die verheerenden Folgen unseres Nicht-Handelns schmerzlich zu spüren bekommen.“ Überflutungen, Stürme, Trockenheit und Hitzewellen hätten bereits viele Opfer gefordert.

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Das Eindämmen der Klimakatastrophe ist unsere große gemeinsame Verantwortung und Aufgabe.

Bundespräsident Alexander Van der Bellen

„Wir haben nicht mehr viel Zeit“, mahnt Van der Bellen. Doch der frisch gewählte Politiker hat auch eine gute Nachricht: „Es liegen Lösungen am Tisch. Jetzt braucht es Mut und Entschlossenheit, diese auch umzusetzen.“

Sorge um Energie und Krieg
Was dem ersten Mann im Staat sonst noch schlimme Sorgen macht: die brandheiße Energiekrise im Kontext des russischen Angriffskrieges. Dieser verursache fürchterliches menschliches Leid, untergrabe aber auch die jahrelangen Bemühungen zum Schutz des Klimas: „Jetzt wird in Europa wieder vermehrt umweltschädliches Erdöl und Kohle verbrannt.“

Dass die Energieversorgung der Bevölkerung gewährleistet sein müsse, stehe außer Frage, umso wichtiger und ein Gebot der Stunde sei es deswegen, rasch die erneuerbaren Quellen auszubauen und Energie effizienter zu nutzen, auch um Despoten in die Schranken zu weisen. Fortschritte bei der UN-Klimakonferenz in Ägypten seien daher ein unbedingtes Muss! „Sein Wort in Gottes Ohren. Denn ob der Appell aus der Hofburg etwas nützen wird, steht in den Sternen“, so der Grundtenor eines erfahrenen heimischen Konferenzteilnehmers.

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