Um zu sparen, heizen Betriebe weniger. Das spart zwar Energie, aber die Krankenstände steigen im Gegenzug auch an.
Immer mehr Handelsangestellte melden sich bei der Gewerkschaft GPA und berichten über niedrige Temperaturen von lediglich 16 Grad in den Arbeitsräumen, was den Mitarbeitern natürlich zu schaffen macht. Der Grund dafür ist naheliegend: Die Unternehmen möchten Heizkosten reduzieren.
„Energie zu sparen ist in der aktuellen Krise durchaus legitim. Einige Handelsbetriebe setzen dadurch aber die Gesundheit ihrer Angestellten aufs Spiel“, sagt Günther Granegger, Handelssekretär der GPA Kärnten. „Dabei ist eine Mindesttemperatur von 18 Grad bei Arbeiten mit körperlicher Belastung - wie es auch im Verkauf der Fall sein kann - gesetzlich vorgeschrieben.“
Personalsituation spitzt sich zu
Wird dem nicht nachgekommen, birgt das gesundheitliche Folgen für die Mitarbeiter. „Den gesamten Arbeitstag bei niedrigen Temperaturen im Innenbereich am Arbeitsplatz zu verbringen, führt zu vermehrten Krankenständen und erschwert die sowieso schon angespannte Personalsituation in den Handelsbetrieben noch zusätzlich“, so Granegger.
Die Handelsbetreiber sind für ihre Beschäftigten verantwortlich. Deshalb müssen sie auch ihrer Fürsorgepflicht für Angestellte nachkommen.
Günther Granegger, Handelssekretär GPA
Um Energiekosten zu sparen solle laut Gewerkschaft beispielsweise auf verkürzte Öffnungszeiten und geringere Beleuchtung zurückgegriffen werden, jedoch nicht auf Maßnahmen, die das Wohlbefinden des Personals gefährden.
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