Nach Teilmobilisierung
Russische Reservisten monatelang nicht kampffähig?
Großbritannien zweifelt an Russlands Fähigkeiten zur angeordneten Teilmobilisierung von 300.000 Reservisten für den Krieg gegen die Ukraine. „Russland wird wahrscheinlich mit logistischen und administrativen Herausforderungen zu kämpfen haben, die 300.000 Soldaten auch nur zu mustern“, teilte das Verteidigungsministerium in London am Donnerstag mit.
Die russische Militärführung werde vermutlich versuchen, mit den ausgehobenen Truppen neue Einheiten aufzustellen.
Diese seien aber „wahrscheinlich monatelang nicht kampffähig“, hieß es seitens des Verteidigungsministeriums in London weiter.
„Zeichen russischer Schwäche“
Das Ministerium wertete die Teilmobilisierung als Zeichen russischer Schwäche. „Der Schritt ist praktisch ein Eingeständnis, dass Russland seinen Vorrat an willigen Freiwilligen für den Kampf in der Ukraine erschöpft hat“, betonte die Behörde.
Die Einberufungen dürften zudem sehr unbeliebt in der Bevölkerung sein, hieß es weiter. In der Hoffnung, dringend benötigte Kampfkraft zu generieren, gehe Präsident Wladimir Putin „ein beträchtliches politisches Risiko“ ein.
Der Schritt ist praktisch ein Eingeständnis, dass Russland seinen Vorrat an willigen Freiwilligen für den Kampf in der Ukraine erschöpft hat.
Das Verteidigungsministerium in London
Heeresstratege: „Teilmobilmachung wird dauern“
In dieselbe Kerbe schlug bereits am Mittwoch der Militärstratege Oberst Bernhard Gruber vom österreichischen Bundesheer. „Das wird dauern“, ist sich Gruber sicher, handelt es sich bei solch einer großen Teilmobilmachung doch um einen hochkomplexen Vorgang. „Vermutlich werden nicht alle 300.000 Männer gleichzeitig einberufen, das würde das System überlasten.“
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Putin hatte am Mittwoch die Teilmobilisierung von 300.000 Reservisten angeordnet, um personelle Lücken im Angriffskrieg gegen die Ukraine zu schließen.












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