Ein bemerkenswertes Zitat eines Briten zum Königswechsel, das nicht nur vom deutschen „Spiegel“ weiterverbreitet wurde: Großbritannien habe, meint der Pro-Europäer Peter Packham, nun einen Staatschef, der durch Zufall, nämlich Geburt, in Amt und Würden gelangte. Und eine Regierungschefin, die nur von 81.000 Leuten gewählt wurde. Aber Gott sei Dank habe man die ach so undemokratische EU verlassen.
Man schmunzelt. Ja, stimmt, Charles ist nur durch Erbfolge erwählt. Ja, stimmt, Liz Truss wurde bloß von 81.000 Mitgliedern ihrer Partei gewählt. So demokratisch gebildet wird also die Spitze der ältesten Demokratie.
Wirklich ein Grund zum Schmunzeln für uns Österreicher? Nein! Zwar wird der Präsident hierzulande nicht schon als solcher geboren. Aber viel mehr zu reden als Elizabeth II. oder Charles III. hat der gewählte Alexander I. auch nicht.
Und der Bundeskanzler? Nicht einmal gewählt von Parteimitgliedern, sondern lediglich vom ÖVP-Parteivorstand bestellt. Er regiert mit einer Koalition, die laut Umfragen höchstens noch das Vertrauen eines Drittels der Österreicher genießt.
Volksabstimmungen und Volksbefragungen? Fehlanzeige. Nicht einmal Volksbegehren werden von der Regierung ernst genommen. Nein, auch Österreich taugt nicht zum demokratischen Vorbild. Auch wenn wir unseren „König“ selber wählen dürfen ...
Einen schönen Sonntag mit Ihrer „Krone“!









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