Die groteske Debatte um Karl Mays Western geht in die nächste Runde: Der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) will die Filme mit „einordnenden Hinweisen“ versehen.
Der Spiele- und Buchverlag Ravensburger hatte die Diskussion vor wenigen Wochen losgetreten: Wie berichtet, nahm das Unternehmen zwei Jugendbücher sowie ein Puzzle aus dem Programm, weil man mit den „Winnetou-Titeln die Gefühle anderer verletzt“ habe. In der darauffolgenden Debatte fielen Begriffe wie kulturelle Aneignung, Rassismus sowie „Verharmlosung von Kolonialisierung sowie Völkermord“.
Der deutsche öffentlich-rechtliche Sender ARD will - im Gegensatz zum ZDF - die „Winnetou“-Klassiker jedenfalls nicht mehr ausstrahlen. Einen anderen, nicht minder kuriosen Weg schlägt nun der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) ein: Er will Filme mit „einordnenden Hinweisen“ versehen, wenn sie rassistische Stereotype zeigen.
Zumindest will der MDR die Klassiker weiter zeigen, aber: „Wichtig dabei ist aus unserer Sicht jedoch auch eine begleitende Berichterstattung und zeitgemäße Einordnung, die eine Debatte ermöglicht, die dem Thema gerecht wird“, heißt es vonseiten des Senders.
ORF umschifft die Debatte elegant: „Keine Lizenzen“
Eine Debatte, die sich der ORF (noch) erspart. Die Küniglberger verfügen derzeit über keine Lizenzverträge für die „Winnetou“-Filme – das Interesse, sich in der aktuellen Situation welche zu besorgen, scheint aber enden wollend.









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