„Bitte weitergehen, hier gibt es nichts zu sehen.“ Mit diesem Appell, sonst nur bei Verkehrsunfällen gebräuchlich, versucht das Rathaus in Wien von dem Finanzdesaster der Wien Energie abzulenken.
Das Resultat ist eindrucksvoll: Der Bund stellt - innerhalb von zwei Stunden - zwei Milliarden Euro als Kredit zur Verfügung. Und wie ist es Ihnen gegangen, als Sie zuletzt von Ihrer Bank 25.000 Euro für eine neue Wohnzimmer-Einrichtung haben wollten? Einkommensnachweis, Bürge etc. Oder als Ihre Tochter mit ihrem Freund eine Wohnung kaufen wollte? Reicht der Lohn? Was, schwanger ist sie auch? Jedenfalls ist es vermutlich anders gelaufen als bei dem Mega-Geld für die finanzknappe Wien Energie.
Die bekannte Fernsehsendung „Zwei Minuten - zwei Millionen“, wo sich Jungunternehmer mit ihren Ideen präsentieren, ist eine Kindersendung gegen das, was die Wien Energie geschafft hat. Zwei Milliarden in zwei Stunden, her mit der Zaster! Das nenne ich eine große Nummer.
Bei so vielen Milliarden hört sich der Hausmeister-Schmäh auf
Bislang gibt es keinen Verdacht, dass bei dem Finanzdesaster jemand Geld abgezweigt hätte, es scheint sich um einen „Betriebsunfall“ zu handeln. Wie bitte? Ein „normaler Vorfall“ soll das sein? Nicht bös sein, bei so vielen Milliarden hört sich der Hausmeister-Schmäh auf. Da ist Mist gebaut worden - und zwar ganz gewaltig. Jene, die das verursacht haben, schleichen sich leise davon. Übrig bleiben die, die das zahlen müssen. Das sind wir Steuerzahler. Aber das sind wir ja schon gewohnt ...









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