Kritik von RLB-OÖ-Chef

„In der EU geht einiges viel zu langsam“

Oberösterreich
01.09.2022 14:00

Raiffeisenlandesbank-OÖ-Chef Heinrich Schaller über Inflation, Zinserhöhungen durch die Europäische Zentralbank, Folgen der Energiekrise, Filialnetz und die Baupläne in Linz.

Das operative Geschäft der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich im ersten Halbjahr lief gut, Beteiligungen und hier vor allem die Bewertungen von voestalpine und Raiffeisen Bank International drehten aber das Ergebnis nach Steuern in die rote Zone - auf minus 264 Millionen €. „Wir werden deshalb nicht nervös, haben hinreichend Kapital und verkraften solche Bewertungsrückschläge“, sagt Heinrich Schaller. Der RLB-Generaldirektor sprach mit der „Krone“ über zentrale Themen.

  • Die aktuellen Herausforderungen: „Die Inflation ist eines der größten Probleme. Hier hat die Europäische Zentralbank viel zu spät reagiert, die Zins-Erhöhungen sind dringend notwendig. Firmen werden auf die gestiegenen Kosten in allen Bereichen auch damit reagieren, dass die Produkte teurer werden. Das wird dafür sorgen, dass die Nachfrage sinkt. Die Wirtschaft wird sich abschwächen, ein großes Wachstum ist nicht zu sehen.“
  • Die Energiekrise: „Wir müssen alle Hebel in Bewegung setzen, um die Energieknappheit zu verhindern. In der Europäischen Union geht einiges viel zu langsam. Eine Diskussion über einen Gas-Stopp aus Russland halte ich für brandgefährlich.“
  • Die Anpassungen am Filialnetz: „Wir haben den richtigen Weg eingeschlagen, die Zusammenlegungen laufen. Zu Jahresbeginn hatten wir 392 Bankstellen, jetzt sind es 366.“
  • Der Status quo beim geplanten Neubau der Zentrale in Linz: „Derzeit wissen wir nicht genau, wann der neue Lutz-Standort fertig wird und so mit dem Abriss des bisherigen Geschäfts begonnen werden kann. Es wird wohl über Ende 2023 hinausgehen und somit Verzögerungen geben.“
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