Das schwere Unwetter in Wolfsberg Mitte August beschädigte das Kirchenkreuz der Pfarrkirche St. Johann. Dabei kam eine Zeitkapsel aus dem Jahr 1933 zum Vorschein.
„Während des heftigen Unwetters Mitte August wurde das Kreuz der Pfarrkirche St. Johann geknickt. Gott mahnt uns damit“, sagt der stellvertretende Pfarrgemeinderat Wolfgang Petschenig. Nach nur drei Minuten Sturm war der Schaden an der Filialkirche enorm. „Wir mussten alles sperren lassen.“ Vor wenigen Tagen wurde nun das beschädigte Kreuz von dem 45 Meter hohen Kirchturm abmontiert.
Dabei kam auch die Zeitkapselröhre der Pfarre zum Vorschein, die im Jahr 1933 im Kreuz angebracht worden war. Turmbesteiger Andreas Mayerl: „Es passiert oft, dass wir Zeitkapseln entdecken, es ist aber jedes Mal aufs Neue aufregend.“ Für Stadtpfarrer Christoph Kranizki und Mesnerin Ingrid Amschl ist die Zeitkapsel eine Sensation: „Die Einsicht war spannend. Wir waren total gerührt.“
Zuletzt wurde die Kupferröhre bei der Kreuzrenovierung 1989 und 1999 geöffnet. „Wir haben den Inhalt zwar gekannt, aber wenn man alles sieht, wird man ehrfürchtig.“ Münzen in einem Sack aus Leder, modriger Geruch, vergilbte Zeitungsberichte, viele interessante historische Bilder und ein rührender Brief aus einer anderen Zeit: „Pfarrer Balthasar schreibt, dass es im Jahr 1933 kein Geld fürs Kreuz gegeben hat. Es wurde von einer verstorbenen Köchin gespendet.“ Bevor die Kapsel wieder im Kreuz am Turm verwahrt wird, wird sie aktualisiert - und zwar mit einem Bericht der „Krone“.
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