UNO ermittelt

Blauhelme fuhren in Zypern betrunken Jetski kaputt

Ausland
29.08.2022 19:52
Porträt von krone.at
Von krone.at

Betrunkene britische Soldaten der UN-Friedensmission für Zypern (UNFICYP) haben Medienberichten zufolge im türkisch kontrollierten Norden der geteilten Mittelmeerinsel zwei Jetskis zerstört. Die UNFICYP untersuche den Vorfall, sagte deren Sprecher am Montag der Nachrichtenagentur AFP. Türkisch-zypriotischen Medien zufolge waren die beiden Briten in der vergangenen Woche im Ferienort Famagusta betrunken mit zwei gemieteten Jet-Skis gefahren, die anschließend sanken.

Laut der Tageszeitung „Yeniduzen“ entstand dem Jetski-Vermieter ein Schaden in Höhe von rund 13.000 Euro. Die beiden Soldaten hätten sich geweigert, ihre Personalien anzugeben und für den Schaden aufzukommen. Stattdessen seien sie in einem Auto davongefahren und hätten dabei noch den Wagen des Jetski-Vermieters beschädigt. Alle Friedenssoldaten müssten „jederzeit die höchsten Verhaltensstandards einhalten“ und würden „für ihr Verhalten zur Rechenschaft gezogen“, betonte der UNFICYP-Sprecher.

800 Soldaten bewachen Waffenstillstandslinie
Die UNFICYP, an der auch Österreich bis 2001 37 Jahre lang beteiligt war, ist eine der ältesten UN-Friedensmissionen weltweit. Ihre rund 800 Soldaten bewachen eine 180 Kilometer lange Waffenstillstandslinie zwischen dem griechisch-zypriotischen und dem türkische-zypriotischen Teil der Mittelmeerinsel. Zypern ist seit einem griechisch-zypriotischen Putsch und einer anschließenden türkischen Militärintervention 1974 geteilt. Seit 2004 ist Zypern EU-Mitglied.

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