Die sintflutartigen Regenfälle, die am Freitag über Vorarlberg niedergingen, forderten glücklicherweise keine Menschenleben. Allerdings richteten sie vielerorts große Zerstörung an. Auch der Vorarlberger Sport wurde von den teilweise über 200 Liter, die in weniger als 24 Stunden vom Himmel kamen, hart getroffen.
Wie etwa der Vorarlberger Karateverband. „Wir haben in der Wolfurter Raiffeisenstraße ein Lager. Dort waren Dinge verstaut, die wir für Turniere, sowohl auf Verbandsebene als auch für kleinere Events unserer Mitgliedervereine, benötigen“, erzählt Sportdirektor Gerhard Grafoner. „Als ich am Freitagnachmittag nachschaute, ob eh kein Wasser in den Kellerraum eintritt, war es bereits zu spät.“
Zu diesem Zeitpunkt stand die braune Brühe schon über einen Meter hoch und hatte den Großteil der eingelagerten Gegenstände zerstört. „Der Schaden beträgt sicherlich mehr als 10.000 Euro“, befürchtet Grafoner. Neben Laptops, die für Anmeldungen und Turnierabwicklungen gebraucht wurden, fielen auch LCD-Bildschirme, eine Registrierkasse und zahlreiche Werbemittel den Wassermassen zum Opfer.
Nun hofft Grafoner, dass sich einige computer- und idealerweise auch karateaffine Menschen finden, die dabei helfen können, auf den Laptops zu retten, was eventuell noch zu retten ist. „Wenn sich da jemand finden würde, wäre uns schon sehr geholfen“, sagt der 53-Jährige, der auch auf der Suche nach neuen Lager-Räumlichkeiten ist.
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