OMV bestätigt Angaben

Nord Stream: Gas fließt wieder durch Pipeline

Ausland
21.07.2022 10:30

Nach der Wartung von Nord Stream 1 ist Donnerstagfrüh die Gaslieferung durch die deutsch-russische Gaspipeline wieder angelaufen. Es fließe wieder Gas, sagte ein Sprecher der Nord Stream AG. Bis die volle Transportleistung erreicht sei, werde es einige Zeit dauern. Zunächst hatte es widersprüchliche Angaben über die gelieferte Menge gegeben. Die deutsche Bundesnetzagentur erklärte, diese sei noch unter dem Niveau vor der zehntägigen Wartung. Mittlerweile wird die Auslastung mit 40 Prozent beziffert. Auch die OMV hat das bereits bestätigt.

Der russische Gaskonzern Gazprom habe bestätigt, dass rund die Hälfte der vereinbarten Gasmenge am Donnerstag fließen soll, hieß es von der OMV. Damit kehre man auf das Niveau von vor der Wartung der deutsch-russischen Pipeline zurück. Während der Nordstream-Wartungspause bekam die OMV nur ein Drittel des bestellten Gases aus Russland.

„Albtraum-Szenario kurzfristig abgewendet“
Nach der Wiederaufnahme der Gas-Lieferungen aus Russland sind die Gaspreise gefallen. Der europäische Future notierte am Donnerstag 7,7 Prozent leichter bei 149 Euro je Megawattstunde. „Damit ist die Energiekrise natürlich bei Weitem nicht gelöst. Aber zumindest kurzfristig ist das Albtraum-Szenario abgewendet“, sagte Portfoliomanager Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners.

Furcht vor komplettem Gas-Aus
Zuvor war befürchtet worden, Moskau könnte nach der zehntägigen Wartung den Gashahn komplett zulassen und so die Energiekrise weiter verschärfen. Nach Russlands Angriff auf die Ukraine hatte der Westen Sanktionen gegen Moskau verhängt. Russland hatte wiederum Gaslieferungen in europäische Länder ganz oder teilweise eingestellt.

Die Liefermenge in den kommenden Monaten dürfte große Auswirkungen etwa auf die deutsche und die österreichische Wirtschaft, aber auch Privatkunden haben, da sie sich wahrscheinlich auf Gaspreise niederschlägt. Sie dürfte auch ausschlaggebend dafür sein, wie weit die EU-Staaten ihre Gasspeicher noch vor der kalten Jahreszeit auffüllen können und ob es zu einer Mangellage kommt. Russlands Präsident Wladimir Putin hatte in der Nacht auf Mittwoch vor einer Drosselung Ende Juli gewarnt und technische Gründe angeführt. Die Regierung in Berlin hält diese für vorgeschoben.

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