Wegen Maskenpflicht?

Gewalt, Schimpfen: Öffi-Fahrgäste werden rabiater

Wien
11.07.2022 16:00

Maskenpflicht, Hitze, Gedränge - in den Öffis verlieren immer wieder Gäste die Nerven. Besonders bedenklich ist, dass die Übergriffe auf das Personal zunehmen. Sogar Messer werden regelmäßig gezückt.

Die Mitarbeiter der Wiener Linien sprechen im Schnitt rund 4000 Menschen pro Woche ohne Maske an. Das gefällt nicht jedem. „Die Aggressivität einzelner Fahrgäste bekommen unsere Kollegen leider stark zu spüren“, erklärt eine Sprecherin der „Krone“. In diesem Jahr gab es bereits über 20 Vorfälle. 2021 wurden 154 Übergriffe auf Mitarbeiter registriert. Rund ein Drittel davon ist auf das Thema Maske zurückzuführen, im Jahr davor war es noch ein Viertel. „Die Wiener Linien zeigen null Toleranz und bringen jeden Fall zur Anzeige“, heißt es weiter.

Es bleibt nicht nur bei Beschimpfungen
Zugbegleiter der ÖBB werden ebenfalls Opfer rabiater Fahrgäste, 22 Vorfälle gab es in diesem Jahr bereits. „Wir mussten leider feststellen, dass Übergriffe auf unsere Mitarbeiter zugenommen haben. Die Gründe dafür sind unterschiedlich und wohl nicht allein mit der Maskenpflicht erklärbar“, sagt ÖBB-Sprecher Daniel Pinka.

Corona hat Lage verschärft
Laut der Gewerkschaft vida ist oft der Nachtverkehr betroffen. „Beschimpfungen, Bedrohungen oder das Vorhalten eines Messers sind täglich zu verzeichnen“, sagt Vorsitzender Roman Hebenstreit. Auch Christian M., seit 15 Jahren Buslenker, kennt brenzlige Situationen. „Mein Kollege hat bereits eine Flasche auf den Kopf bekommen“, erzählt er. Auch er wurde angegriffen. Vor allem die Uniform mache sie für alle sichtbar und zu leichten Opfern. Corona habe die Lage verschärft, denn: „Die Leute sind immer genervt.“

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