Es mutet fast apokalyptisch an, was im Moment in einer erschreckenden Parallelität passiert. Krieg vor unserer Haustür und kein Ende in Sicht. Stockende Gaslieferungen und Energie-Knappheit als Preis für die Solidarität mit der Ukraine. Inflation und eine drohende Rezession. Brechende Gletscher und Fluten. Extreme Hitze und Dürre. Dazu explodierende Corona-Zahlen. Eine überforderte Politik.
„Ich kann das alles nicht mehr hören“, sagen viele und vermeiden den Konsum von Nachrichten ganz bewusst. Andere wiederum geben sich dem FUD hin. Das ist ein Begriff aus dem Marketing und bedeutet fear, uncertainty and doubt. Also Angst, Unsicherheit und Zweifel. Vom russischen Angriffskrieg über den Klimawandel bis hin zur Pandemie wird alles in Zweifel gezogen. Nichts ist mehr sicher, alles nur noch eine Frage des Standpunktes.
Die Parlamentsdebatte am Mittwoch hat die allgemeine Ratlosigkeit noch verstärkt. Das Land steht vor mehreren schweren Krisen gleichzeitig, und unseren Abgeordneten fällt nichts Besseres ein, als sich in altbekannter parteipolitischer Manier zu streiten, wer nun das bessere Konzept wofür hat.
Am Beginn der Pandemie gab es so etwas wie einen nationalen Schulterschluss. In der Sondersitzung vom 15. März 2020 haben alle Parteien die eilig beschlossenen Corona-Maßnahmen einstimmig abgesegnet. In der Not wurden die Kräfte gebündelt.
Die Not hat seit damals zugenommen. Aber der Schulterschluss fehlt.












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