Die Wirtschaftskammer Burgenland und die Landespolizeidirektion verstärken die Zusammenarbeit, um potenziellen Opfern rasch zu helfen. Es geht um gängige Betrugsformen wie „Enkel-Trick“, „Neffen-Trick“ oder „falscher Polizist“, bei denen die Kontaktaufnahme via Telefon erfolgt.
Der jüngste Fall stammt aus dem Bezirk Mattersburg. Mehrere vorwiegend ältere Personen wurden von „falschen Polizisten“ angerufen. Bei einer 72-jährigen Frau hatten die Betrüger Erfolg. Eine vermeintliche Polizistin gab an, dass die Schwiegertochter einen schweren Verkehrsunfall mit Todesfolge und Fahrerflucht in der Schweiz gehabt hätte. Die Frau zahlte dann einen hoher fünfstelligen Eurobetrag als „Kaution“ an eine angebliche Gerichtsbotin. Die Ermittlungen laufen. Beschreibung der Botin: Ca. 20–25 Jahre alt, ca. 150 cm groß, dunkle schulterlange Haare, sehr füllig, dunkler Teint, bekleidet mit heller Hose und heller langärmliger Jacke. Die Frau sprach kaum Deutsch.
Kammer und Polizei kooperieren
Die Sparte Bank und Versicherung der Wirtschaftskammer und die Polizei wollen solche Fälle künftig verhindern. „Mit Bank-Mitarbeitern sollen Wege und Lösungen gefunden werden, um bei Auffälligkeiten im Verhalten ihrer Kunden Hilfe anbieten zu können“, meint Spartenobmann Alexander Kubin. Das gelte beim Abheben hoher Geldbeträge oder untypischen Transaktionen. „Ziel ist es, eine Gesellschaft des Hinsehens und des aktiven verantwortungsvollen Handelns zu fördern“, erklärt Vize-Landespolizeidirektor Werner Fasching.
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