Weil die Mitarbeitersuche in Oberösterreich für immer mehr Firmen im Sand verläuft, treten sie die Flucht nach vorne an. Vor allem Standorte in Wien haben Zugkraft.
The Icon Vienna, Turm 17: So wird schon bald die Adresse von Dynatrace in Wien lauten. Nachdem das erste Labor des Softwareherstellers unweit des Hauptbahnhofs zu klein geworden ist, werden demnächst die Umzugskisten gepackt. Auf rund 6300 Quadratmetern bezieht Dynatrace neue Büros, schafft Raum für bis zu 400 Software-Entwickler. „Wien spielt in unserer Wachstumsstrategie eine wesentliche Rolle“, betont Gründer und Technik-Chef Bernd Greifeneder.
Dynatrace ist in Wien rasch heimisch geworden: Erst Anfang 2020 hatte die in Linz gegründete Firma ihr Zelte in Wien aufgeschlagen, mittlerweile geht’s nicht mehr ohne die Bundeshauptstadt. Und damit steht das Unternehmen nicht alleine da. Denn: Für immer mehr oberösterreichische Firmen wird Wien zur Stadt der guten Hoffnung, wenn’s um neue Mitarbeiter geht.
So eröffnete die Greiner AG im Februar des Vorjahres einen Standort in Wien. Das Ziel: Der Weltruf der Millionenstadt soll helfen, internationale Kräfte für den Kunststoffverarbeiter aus dem Kremstal zu begeistern. Dazu soll auch das Potenzial des Wiener Arbeitsmarktes genutzt werden. Der Schritt hat sich gelohnt - so sehr, dass Flächen dazugemietet werden.
Auch Innviertler spielen Trumpfass nun öfter aus
Während Anlagenbauer Stiwa mit seiner Software-Sparte ebenso wie ekey, dem Linzer Hersteller von biometrischen Zutrittslösungen, noch neu in der Hauptstadt sind, ist FACC bereits seit 21 Jahren unweit des Flughafens Wien daheim. Der Innviertler Flugzeugzulieferer spielt da, wo es möglich ist, das Trumpfass aus. „Wir bieten die Möglichkeit, an unserem Standort in Wien zu arbeiten, bei neuen Jobausschreibungen verstärkt an“, verrät Vorstandschef Robert Machtlinger.
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