Für ihre Untersuchung hatten die Forscher in einem ersten Schritt Personen damit beauftragt, falsche Positiv-Bewertungen über 20 Chicagoer Hotels zu verfassen. Diese verglichen sie in einer anschließenden Textanalyse mit echten Bewertungen, die zuvor als solche verifiziert worden waren.
Das Ergebnis: Die echten Hotel-Bewertungen beinhalteten wesentlich öfter konkrete Angaben zum Hotel, beispielsweise zum "Badezimmer", "Check-in" oder "Preis". In den gefälschten Bewertungen fanden sich hingegen eher allgemeine Umschreibungen, wovon Begriffe wie "Ferien", "Geschäftsreise" oder "Ehemann" zeugten.
Unterschiede zwischen beiden Bewertungs-Gruppen gab es den Forschern zufolge auch hinsichtlich der Häufigkeit, mit der etwa Satzzeichen oder lange Wörter verwendet wurden. Zudem würden gefälschte Bewertungen mehr Verben beinhalten, wohingegen sich die ehrlich gemeinten Postings durch mehr Nomen auszeichneten, berichten die Forscher in einer Mitteilung.
Mittels einer Software, die diese Parameter berücksichtigte, gelang es bei einem Testlauf mit insgesamt 800 Hotel-Bewertungen schließlich, 89,9 Prozent der gefälschten Positiv-Bewertungen aufzuspüren. Die Forscher wollen nun untersuchen, ob sie ihre Ergebnisse auch auf andere Kategorien wie Restaurants oder Konsumgüter ausweiten können.
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