NEOS-Chefin Beate Meinl-Reisinger wünscht sich die ÖVP „als Staatsbürgerin“ in die Opposition. Die Volkspartei solle dort Demut lernen, wie Meinl-Reisinger am Samstag in mehreren Interviews anlässlich des zehnjährigen Bestehens ihrer Partei ausführte.
Als Parteitaktikerin fände sie es hingegen „besser, die zerbröseln nicht ganz und ich kann mir aussuchen, mit wem ich koaliere“, so Meinl-Reisinger zur ÖVP in der Ö1-Radioreihe „Im Journal zu Gast“.
Der aktuellen Koalition von ÖVP und Grünen warf sie ein „völlig verkorkstes Pandemiemanagement“ und bei der Reaktion auf Teuerung, Ukraine-Krieg und Energiekrise Unfähigkeit zu einem „grundsätzlichen Wurf“ vor. Die Schwere der Lage werde nicht erkannt: „Ich habe wirklich den Eindruck, die sind am Ende.“
Die NEOS-Chefin bekräftigte aus diesem Anlass, regieren zu wollen: „Eine Erneuerung ohne uns wird es nicht geben, daher stellen wir einen gestalterischen Führungsanspruch.“
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