Triebtäter gefasst
D: Bekannter der Mutter ermordete Mary-Jane
Der 37-Jährige (im Bild rechts am Samstagabend in einem gelben Schutzanzug vor der Verlegung in ein Gefängnis) war am Freitagabend festgenommen worden und legte bis Samstagnachmittag ein Geständnis ab. Auf die Spur des Verdächtigen war die Polizei durch Zeugenaussagen gelangt. Nachbarn war aufgefallen, dass der unverheiratete Mann immer wieder vom Balkon aus Kinder beobachtet hatte.
Ein von ihm angegebenes Alibi habe sich als falsch erwiesen, zudem stimmten Spuren vom Tatort mit einer DNA-Probe des 37-Jährigen überein. "Es besteht mittlerweile Klarheit über das Schicksal der kleinen Mary-Jane", erklärte Hauptkommissar Andreas Beez bei einer Pressekonferenz am Samstag. Auch die seit dem Verschwinden des Mädchens vor zwei Wochen gesuchte rote Schultasche sei gefunden worden - im Keller des Wohnhauses des 37-Jährigen.
Mary-Jane wurde gewürgt und ertränkt
Mary-Jane war am 24. Juni nicht vom Schulhort nach Hause gekommen. Einen Tag später hatten Wanderer das tote Kind in einem Bachlauf unweit der elterlichen Wohnung im Wald gefunden. Der 37-Jährige habe Mary-Jane, die ihn als Bekannten ihrer Mutter kannte, mit in seine Wohnung genommen, führte Beez aus. "Es hat sexuelle Missbrauchshandlungen am Kind gegeben." Gestorben sei Mary-Jane erst im Wald. Es habe "Gewalt gegen den Hals" gegeben, die aber nicht tödlich war. Mary-Jane sei in dem Bach ertrunken.
Die Bekanntschaft mit der Mutter habe seit "vielen Monaten" bestanden, zuletzt habe sich der 37-Jährige Ende 2010 in der Wohnung der Familie aufgehalten. Der Mann sei vorbestraft - allerdings nicht wegen sexuellen Missbrauchs. Ihm wurden Drogen- und Straßenverkehrsdelikte zur Last gelegt. Von Donnerstagabend an sei der 37-Jährige observiert worden, am Freitag wurde er dann an seiner Arbeitsstelle in Suhl in Thüringen festgenommen.
650 DNA-Vergleichstests durchgeführt
In den vergangenen zwei Wochen seien 1.000 Hinweise eingegangen, sagte Beez. Es habe 700 klassische Spuren an Leiche und Tatort gegeben, 650 freiwillige DNA-Abnahmen seien gemacht worden. Zum Erfolg geführt habe schließlich "Spur 130" geführt.
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