Überfüllte Boote
Erneuter Flüchtlingsansturm auf Lampedusa
Die Menschen sollen rasch nach Sizilien und auf das italienische Festland gebracht werden, um in anderen Flüchtlingslagern unterzukommen. Ein geplanter Besuch des italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi auf Lampedusa wurde aufgrund des neuerlichen Flüchtlingsandrangs allerdings kurzfristig abgesagt. Der Premier wolle vermeiden, die Hilfsmaßnahmen durch seine Anwesenheit zu behindern, teilte die Regierungszentrale in Rom mit.
Es sei schon alles vorbereitet gewesen, bedauerte Vizebürgermeisterin Angela Maraventano die Absage. Die kleine Insel kämpft seit Langem um politische Aufmerksamkeit und Hilfe.
Lampedusa ist das "Tor nach Europa"
Italien und vor allem Lampedusa sind seit dem Beginn der Umwälzungen in Nordafrika verstärkt Anlaufstelle für Migranten und Flüchtlinge aus dem Mittelmeerraum. Seit Jänner strandeten mehr als 43.000 Menschen an italienischen Küsten, über 33.000 auf Lampedusa. Etwa 130 Kilometer von der tunesischen Küste entfernt, ist die lediglich 20 Quadratkilometer große Insel seit Jahren für viele verzweifelte Bootsflüchtlinge das ersehnte "Tor nach Europa".
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