Hilfe läuft an

IWF gibt 3,2 Milliarden Euro für Griechenland frei

Ausland
09.07.2011 08:00
Der Internationale Währungsfonds hat am Freitag angekündigt, die nächste Tranche über 3,2 Milliarden Euro für die Griechenlandhilfe freizugeben. Dies habe der Verwaltungsrat des Gremiums entschieden, teilte der IWF in Washington mit. Athen mache weiter "einige Fortschritte" und werde in der ersten Hälfte des kommenden Jahres wieder ein Plus beim Wirtschaftswachstum verzeichnen, hieß es in der Erklärung.

IWF-Chefin Christine Lagarde (im Bild) hob zwar die Verringerung des griechischen Defizits und eine schrittweise Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit hervor, warnte jedoch, dass angesichts wichtiger struktureller Reformen, die noch durchgeführt werden müssen, erhebliche Herausforderungen bleiben.

Hilfspaket geschnürt
Insgesamt soll Griechenland in diesem Monat von den Euro-Staaten und dem IWF Hilfen über zwölf Milliarden Euro erhalten. Die Euro-Finanzminister hatten am vergangenen Wochenende zugestimmt, bis zum 15. Juli ihren Anteil an der nächsten Rate aus dem gemeinsamen Hilfspaket auszuzahlen.

Griechenland braucht die nächste Kreditrate dringend, ansonsten wäre es Mitte Juli zahlungsunfähig. Das Geld ist Teil eines im Mai vergangenen Jahres beschlossenen Hilfspakets von 110 Milliarden Euro.

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