Die moderne Technik erlaubt es uns mittlerweile, vom Schreibtisch aus – Stichwort Internet – bis in die hintersten Winkel der Welt zu schauen. In der Landesmetropole hinkt man der Zeit aber anscheinend hinterher: Dort entsandte die Jugendwohlfahrt vor Kurzem einen Mitarbeiter in die USA, um zwei Eisenstädter Jugendliche in einer Erziehungsanstalt zu besuchen.
Kinder drangsaliert: In US-Erziehungsanstalt geschickt
Einer der Burschen war 2010 ins Visier der Ermittler geraten. Der mittlerweile 15-Jährige hatte über Wochen hinweg Kinder drangsaliert. Nach der Verurteilung wurde der Jugendliche in ein US-Internat für Schwererziehbare geschickt. Ein Grund dafür: Österreichische Heime wollten den Straftäter nicht aufnehmen.
Um eben diesen Burschen und einen zweiten kriminellen Schüler zu besuchen, flog der Magistratsmitarbeiter nun nach Amerika. FP-Landessekretär Géza Molnár ist empört: "Hätte man sich nicht auch telefonisch oder schriftlich nach den Jugendlichen erkunden können? Schließlich gibt es in Eisenstadt genug zu tun." Die Antwort von VP-Stadtchefin Andrea Fraunschiel: "Das Magistrat hat die Obsorge für die Burschen. Wir müssen uns auch um sie kümmern." Und: Der Mitarbeiter habe nur einen Arbeitstag gefehlt. Die Reise wurde vom Land finanziert.
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