Feuer an Bord
Fast 200 Tote auf Flüchtlingsboot im Roten Meer
Das überfüllte Boot mit Flüchtlingen unter anderem aus Äthiopien, Eritrea, Somalia und dem Sudan sei unterwegs nach Saudi-Arabien gewesen. Nach etwa vierstündiger Fahrt und rund 200 Kilometer von Port Sudan entfernt habe es aus noch unbekannten Gründen Feuer gefangen und sei gesunken, hieß es. Wann sich das Unglück genau ereignete, blieb unklar.
Der arabische Sender Al-Dschasira zitierte Quellen, wonach die Barke bereits am vergangenen Samstag in den Fluten untergegangen sei. "Wir haben keine gesicherten Informationen dazu, wann es passiert ist", sagte der Sudan-Korrespondent des Senders.
Jemenitische Besitzer des Bootes festgenommen
Die Überlebenden wurden in einem Krankenhaus in dem Ort Atiaba behandelt. Die vier jemenitischen Besitzer des Bootes seien festgenommen worden. "Es handelte sich um ein selbst gebautes Boot, und das war wahrscheinlich einer der Gründe für den Unfall", hieß es.
Ein weiteres Boot mit fast 250 illegalen Einwanderern aus verschiedenen Teilen Afrikas sei von den sudanesischen Behörden abgefangen worden. Immer wieder machen sich afrikanische Flüchtlinge auf den gefährlichen Weg über das Rote Meer, in der Hoffnung, in Saudi-Arabien oder im Jemen Arbeit zu finden. Jedoch werde der Jemen wegen der instabilen politischen Lage seit einiger Zeit immer weniger angesteuert, berichtete der britische Sender BBC. In den vergangenen Jahren war es vor der Küste des Sudans immer wieder zu schweren Unglücken gekommen.
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