
Wie jedes Jahr fand am Donnerstag im Parlament eine Gedenkveranstaltung gegen Gewalt und Rassismus statt - heuer wurde diese vom Angriff Russlands auf die Ukraine überschattet.
Am 5. Mai 1945 wurde das ehemalige Konzentrationslager Mauthausen von US-Soldaten befreit. Diesen Jahrestag beging das Parlament auch heuer mit einer Gedenkveranstaltung, um der Opfer des Nationalsozialismus zu gedenken.
Überschattet wurde die Veranstaltung gegen Gewalt und Rassismus – zu den Gästen zählte Bundespräsident Alexander Van der Bellen ebenso wie zahlreiche Repräsentanten aller Parlamentsparteien – allerdings vom russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine.
Die Aufarbeitung unserer eigenen Geschichte ist längst nicht abgeschlossen und entlässt uns auch nicht aus der Verantwortung, uns für jene einzusetzen, denen heute Gewalt widerfährt.
Bundesratspräsidentin Christine Schwarz-Fuchs
„Die Aufarbeitung unserer eigenen Geschichte ist längst nicht abgeschlossen und entlässt uns auch nicht aus der Verantwortung, uns für jene einzusetzen, denen heute Gewalt widerfährt“, sagte Bundesratspräsidentin Christine Schwarz-Fuchs (ÖVP). Dem Angriffskrieg dürfe man nicht tatenlos gegenüberstehen.
Auch Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka (ÖVP) zog eine Parallele zur Situation in der Ukraine: „Wir werden auch dabei zu Zeugen, Zeugen von neuerlichen Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Da sind wir gefordert, Stellung zu beziehen, hier und jetzt.“
Der Angriff auf die Ukraine müsse aufs Schärfste verurteilt werden, das Land mit allen verfassungsrechtlich möglichen Mitteln unterstützt werden, und es müsse jede Möglichkeit ergriffen werden, die zu Dialog und Waffenstillstand führe, so der Nationalratspräsident.
Die Gedenkrede hielt die Antisemitismusforscherin und Professorin an der Technischen Universität Berlin, Monika Schwarz-Friesel, die davor warnte, dass der Judenhass in der ganzen Welt höchst präsent sei. Der Antisemitismus lebe, und er nähre sich vom Dulden, vom Wegschauen und vom Leichtnehmen.








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