"Mit dem verbalen Untergriff hat Dörfler klar zu hören gegeben, wes Geistes Kind er ist", meinte Joze Wakounig vom Rat der Kärntner Slowenen nach Dörflers Unwort-Sager. Offenbar dürfe keine Kritik an der geplanten "endgültigen Lösung" laut werden, und sei sie noch so berechtigt, meinte Wakounig. Und weiter: "Das Mindeste, was man von Dörfler verlangen kann, ist eine Entschuldigung in aller Form für diese Entgleisung des Jahres 2011."
Scheuch: "Inzko muss sich entschuldigen"
Die Entschuldigung folgte aber nicht. "Inzko bleibt das Unwort des Jahres 2011", entgegnete FPK-Chef Uwe Scheuch. "Wenn sich jemand entschuldigen muss, dann ist das Inzko selbst, nämlich dafür, dass er die Verantwortung, die ihm übertragen wurde, missbraucht hat und somit das Land und den Frieden in Bezug auf die ausverhandelte Ortstafellösung schädigt."
Der Kärntner SPÖ wiederum gehen die "verbalen Untergriffigkeiten" zu weit. "Ich warne davor, in alte Sprach- und Denkmuster zurückzuverfallen", sagte Parteichef Peter Kaiser und forderte "respektvollen Umgang" und "ein Mindestmaß an sprachlicher Kultur".
Am Dienstagnachmittag meldete sich Landeshauptmann Gerhard Dörfler zu Wort. Auf die Aufforderung zur Entschuldigung ging er nicht näher ein. Stattdessen lobte er Bundeskanzler Werner Faymann und Vizekanzler Michael Spindelegger dafür, sowohl am Fahrplan als auch am Inhalt des neuen Volksgruppengesetzes festzuhalten. Noch im Juli soll das Gesetz, das die Kärntner Ortstafellösung beinhaltet, beschlossen werden.
Dörfler: "Werden den Zug nicht mehr stoppen"
Damit gehe die Bundesregierung "unbeirrt von Zwischenrufen ihren Weg und lässt sich nicht durch 'Ewiggestrige' vom eingeschlagenen Fahrplan abbringen", so Dörfler. "Wir werden den Zug, der in voller Fahrt ist, nicht mehr stoppen, sondern ganz im Gegenteil mit großem Jubel im Ziel begrüßen."
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