Übergelaufen
16 libysche Top-Fußballer zeigen Gadafi Rote Karte
Die Sportler schlugen sich durch die Fronten in das Rebellengebiet durch, das 90 Kilometer südlich von Tripolis beginnt und bis zur tunesischen Grenze reicht, wie ein BBC-Reporter am Samstag aus der von den Rebellen beherrschten Stadt Dschadu berichete.
Goalkeeper Gtat begründete den Schritt in einem BBC-Interview mit tiefer Enttäuschung über Gadafi und sein Regime. "In 42 Jahren hat er nichts für Libyen getan. Er möge uns allein lassen, damit wir ein freies Libyen aufbauen können", sagte Gtat und fügte mit einem Lächeln hinzu: "Eigentlich wünsche ich mir, er würde dieses Leben gänzlich hinter sich lassen."
Vor den Fußballern haben sich bereits zahlreiche andere Persönlichkeiten aus Politik, Streitkräften und Polizei von Gadafi abgesetzt. Die Prominentesten sind Außenminister Mussa Kussa und Ölminister Schukri Ghanim, die im März beziehungsweise Mai das Land verlassen haben.
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