Raiffeisen-OÖ-Chef

„Wir ziehen uns nicht aus der Region zurück“

Die Bilanzsumme kletterte im Vorjahr auf 69,7 Milliarden Euro - „wir sind eine sehr, sehr, sehr stabile Bankengruppe“, betont Heinrich Schaller. Der Raiffeisen-OÖ-Chef freute sich über „hervorragendes“ Ergebnis 2021. Der Ausblick ist aber getrübt. Grund: der Krieg, Lieferkettenprobleme, die Bedrohung durch ein mögliches Gas-Embargo. Auch der Fachkräftemangel fordert die Bank enorm.

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Die Inflation wird weiter steigen, das prognostizierte Wirtschaftswachstum nicht erreicht werden - keinen Illusionen gibt sich Heinrich Schaller hin, wenn er in die Zukunft blickt. Der Krieg in der Ukraine, die anhaltenden und teilweise immer größer werdenden Probleme in den Lieferketten, das alles macht auch dem Chef von Raiffeisen Oberösterreich Sorgen.

Ein Kappen vom russischen Gas würde extreme Folgen haben. „Und wenn die Industrie ein Problem hat, hat die gesamte Zulieferindustrie ein Problem“, sagt Schaller. Der Fachkräftemangel hat auch die Bankenbranche erreicht. „Wir spüren das seit zwei, zweieinhalb Jahren“, so der Generaldirektor. Teilweise können Stellen nicht besetzt werden. „Vor allem im IT-Bereich und im Risikomanagement ist es schwierig“, sagt Schaller, „wir müssen sogar einige Projekte verschieben - es bleibt uns nichts anderes übrig“.

Seit November 21 Filialen zusammengelegt
Die zunehmende Digitalisierung, die auch die Corona-Pandemie einen Schub bekommen hat, hat die Kundenfrequenzen in den Filialen gesenkt. „Die Öffnungszeiten werden laufend angepasst, Beratungszeiten werden individuell festgelegt“, sagt Schaller. Die Zahl der Standorte wird zurückgefahren: von rund 400 auf 360 bis 340. „Raiffeisen zieht sich nicht aus der Region zurück, sondern bleibt dort“, betont der 62-Jährige. Seit November des Vorjahres wurden beim von Linz aus agierenden Geldinstitut im gesamten Bundesland 21 Filialen zusammengelegt.

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