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Macht Fett tatsächlich dick?

Ernährungsexperten klären auf, welche Nahrungsbestandteile sich tatsächlich auf die Hüften schlagen. Hier erfahren Sie, worauf man achten muss um länger schlank und fit zu bleiben 

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Den Mythos, dass vor allem fette Lebensmittel zu Übergewicht führen, haben Experten beim „f.eh live im Talk“ vom forum.ernährung heute„ widerlegt. Der Körper ist sehr anpassungsfähig und kann daher mit deutlich weniger als den empfohlenen 30 Energieprozent, aber auch mit mehr Fett gut auskommen. Wesentlich für die Gewichtszu- oder -abnahme ist die Gesamtenergiezufuhr. Wenn man also Kilos verlieren will, ist die Reduktion der aufgenommenen Energie ausschlaggebend, nicht zwingend jene von Fett. „Weil Fett zwar ein relevanter Energielieferant ist und aus Geschmacksgründen gerne mehr als genug zum Einsatz kommt, jedoch nur die essenziellen Fettsäuren nicht durch andere Nährstoffe ersetzt werden können, handelt es sich bei den Empfehlungen der Ernährungsgesellschaften zur Fettaufnahme um Orientierungswerte“, betont Prof. Dr. Stefan Lorkowski von der Friedrich-Schiller-Universität Jena.

Als Geschmacksträger äußerst wichtig
Fett ist ein wesentlicher Bestandteil in Lebensmitteln und sowohl für die Konsistenz als auch das Mund- und Sättigungsgefühl wichtig. Weil der Mensch evolutionär darauf gepolt ist, dass Essen gut schmecken muss, nehmen wir es als Geschmacksträger auch gerne zu uns. „Während viele Personen weitaus genug Gesamtfett und generell Energie aufnehmen, ist die Zufuhr der essenziellen Fettsäuren, vor allem jener von Omega-3-Fettsäuren, zu gering", erklärt Dr. Matthias Schreiner von der Universität für Bodenkultur in Wien. Hier wäre eine erhöhte Zufuhr sogar wünschenswert. Reichlich enthalten sind diese in Omega-3-Fettsäuren in Pflanzenölen wie Raps-, Lein-, Hanf- oder Walnussöl. Während letztere vor allem in der kalten Küche zum Einsatz kommen, ist Rapsöl vielseitig zu verwenden.

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Während viele Personen weitaus genug Gesamtfett und generell Energie aufnehmen, ist die Zufuhr der essenziellen Fettsäuren, vor allem jener von Omega-3-Fettsäuren, zu gering.

Dr. Matthias Schreiner, Universität für Bodenkultur Wien

Für die Verarbeitung von Vitaminen erforderlich
Der Körper benötigt Fett unter anderem, um Vitamine aus der Nahrung herauszulösen und zu verwerten. Zu den fettlöslichen Vitaminen gehören etwa die Vitamine A, D, E und K. Auch für den Aufbau von Zellmembranen ist der Organismus auf Fett angewiesen. In der Haut hilft dieser Nahrungsbestandteil, den Wärmehaushalt zu regulieren. Er schützt uns vor Kälte und Hitze.

Damit die Mahlzeit nicht schwer im Magen liegt
Fettes Essen sollte gut gekaut werden. Die Verdauung beginnt nämlich bereits im Mund. Dort wird ein Teil der Fette gespalten. Der eigentliche Abbau findet jedoch im Dünndarm statt, und zwar mithilfe von Gallensäuren aus der Leber und anderen Lipase-Enzymen aus dem Verdauungssaft der Bauchspeicheldrüse.

Karin Rohrer-Schausberger
Karin Rohrer-Schausberger
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Mittwoch, 18. Mai 2022
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