Ein gezielter Militärschlag gegen den berüchtigten Drogenboss „El Mencho“ löst in Mexiko landesweit Chaos aus. Bisher gab es bereits 74 Tote. Das österreichische Außenministerium reagierte bereits und gab eine neue Reiseinformation heraus.
„Im Anschluss an einen Großeinsatz der mexikanischen Sicherheitskräfte gegen das organisierte Verbrechen im Bundesstaat Jalisco kommt es zu schweren Störungen der öffentlichen Ordnung. Es gibt Straßenblockaden, Schusswechsel und Anhaltungen von Passanten in verschiedenen Teilen des Landes, insbesondere in Jalisco (Guadalajara), Guanajuato oder Michoacán (Morelia)“, liest man auf der Homepage des Außenministeriums in Wien.
„Unnötige Reisen vermeiden“
Und weiters steht: „Angesichts der sich verschlechternden Sicherheitslage empfehlen wir österreichischen Staatsbürgern – Touristen wie auch Einwohnern – insbesondere in den Bundesstaaten Jalisco, Nayarit, Guanajuato, Colima, Michoacán, Baja California und Tamaulipas, unnötige Reisen zu vermeiden. Anweisungen der zuständigen staatlichen und föderalen Behörden ist Folge zu leisten.“
An den Sicherheitsstufen ändere sich derzeit nichts, es sei derzeit keine Erhöhung geplant, hieß es zudem aus dem Außenministerium.
Zwei österreichische Touristen gestrandet
Unterdessen wurde bekannt, dass aktuell zwei österreichische Touristen in Mexiko festsitzen. Die österreichische Botschaft stehe mit ihnen in Kontakt. Die beiden hätten sich bei der Botschaft gemeldet, dass sie aufgrund pausierter Bus- beziehungsweise Flugverbindungen gestrandet seien. Laut Außenministerium wird allen weiteren österreichischen Touristen empfohlen, „einstweilen in der Unterkunft zu verbleiben, bis sich die Lage beruhigt hat“.
Nach Tötung von Drogenboss revanchierten sich seine Kämpfer
Am Sonntag hatten Soldaten versucht, „El Mencho“ im westlichen Bundesstaat Jalisco festzunehmen. Dabei kam es zu heftigen Kämpfen. Der verwundete Anführer des Drogenkartells Jalisco Nueva Generación (CJNG) wurde schließlich ausgeflogen und erlag auf dem Weg nach Mexiko-Stadt seinen Verletzungen. Daraufhin steckten mutmaßliche Kämpfer des Verbrechersyndikats in mehreren Bundesstaaten Autos in Brand und blockierten zahlreiche Straßen. Außerdem griffen sie Banken, Tankstellen und Geschäfte an.
Sicherheitsexperten befürchten nun eine Destabilisierung der kriminellen Szene und blutige Nachfolgekämpfe. „Es wird definitiv zu Scharmützeln zwischen den verschiedenen Fraktionen kommen, und diese Gewalt könnte Jahre andauern“, sagte Carlos Olivo, ein ehemaliger leitender Beamter der US-Drogenbehörde DEA.
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