Keine Verschütteten

Bergretter suchten im Dunkeln Lawinenkegel ab

Salzburg
23.02.2026 23:33
Porträt von Salzburg-Krone
Von Salzburg-Krone

Wieder rückten Bergretter nach einem Lawinenabgang aus: Montagabend alarmierte die Pistenrettung, dass sich auf der Schmittenhöhe in Zell am See ein Schneebrett gelöst hatte. 80 Einsatzkräfte suchten alles ab. 

Das rund 60 Meter breite und 100 Meter lange Schneebrett ging auf etwa 1613 Meter Seehöhe in der Nähe der Talstation der Breiteckbahn ab. 

Die Einsatzkräfte rückten in der Dunkelheit aus.
Die Einsatzkräfte rückten in der Dunkelheit aus.(Bild: Bergrettung Zell am See)

Weil es vorerst keine Information gab, ob jemand verschüttet worden war, wurde der Lawinenkegel von 45 Bergrettungskräften der Ortsstellen Zell am See, Kaprun und Saalfelden und von vier Hundeführern abgesucht. Kurz nach 21 Uhr dann die Entwarnung: Keine Personen wurden verschüttet.

„Das Schneebrett wurde mit hoher Wahrscheinlichkeit von einem Variantenfahrer ausgelöst“, vermutet Bernd Tritscher, Bezirksleiter der Bergrettung Pinzgau. „Der Variantenfahrer dürfte nachher wieder aufgestiegen sein und den Abgang nicht gemeldet haben.“ 

Appell an alle Tourengeher: Abgänge unbedingt melden!
Tritscher appelliert an alle Wintersportler: Auch wenn nach einem Lawinenabgang nichts passiert ist, soll der Abgang per Bergrettungs-Notruf 140 gemeldet oder die Bergbahn darüber informiert werden, damit kein unnötiger Sucheinsatz ausgelöst wird.  

Den Einsatz unterstützten Polizisten der Alpinen Einsatzgruppe (AEG) sowie mehrere Hubschrauberteams. Die Freiwillige Feuerwehr Zell am See übernahm ebenfalls Mannschaftstransporte und sorgte zudem für die Beleuchtung am Berg.

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