Von AK aufgedeckt

Angestellter erhielt vom Chef pro Monat 800 Euro zu wenig

Burgenland
19.06.2011 18:10
Nachdem ein EDV-Techniker aus dem Bezirk Mattersburg seinen Job verloren hatte, wandte er sich hilfesuchend an die Arbeiterkammer (AK). Dort überprüften Experten die Lohnabrechnungen des Mannes. Und tatsächlich – es stellte sich heraus, dass sein Chef ihm deutlich zu wenig gezahlt hatte.

"Dem Angestellten wurden viele Vordienstjahre nicht angerechnet", erklärt AK-Experte Helmut Steiger. Statt 2.326 Euro hatte sein Chef dem Techniker nur 1.500 Euro Bruttolohn gezahlt. "Da dieser jedoch einen detaillierten Lebenslauf vorgelegt hatte, konnte sich der Unternehmer nicht herausreden, von der früheren Beschäftigung nichts gewusst zu haben", ergänzt der Fachmann. Der Arbeitnehmer klagte, bekam Recht – und erhält nun 5.000 Euro.

"Jahrelange berufliche Erfahrung muss honoriert werden. Deshalb sehen ja die meisten Kollektivverträge entsprechende Einstufungsregelungen vor", heißt es bei der Arbeiterkammer.

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