Wirtschaft atmet auf:

Deutlich mehr Lehranfänger als noch vor einem Jahr

Wirtschaft
11.04.2022 11:11
Porträt von krone.at
Von krone.at

Derzeit gibt es deutlich mehr Lehranfänger als noch vor einem Jahr. Per Ende März ging die Zahl der Beschäftigten im ersten Lehrjahr um 7,8 Prozent auf 29.679 kräftig nach oben, wie aus einer Aufstellung der Wirtschaftskammer hervorgeht. Inklusive der 3726 neuen Lehrlinge in überbetrieblicher Ausbildung (minus 15,3 Prozent) betrug der Gesamtzuwachs 4,6 Prozent. Am meisten zugelegt haben Tourismus und Freizeitwirtschaft mit einem Plus von 32,1 Prozent.

Kräftig erhöht hat sich die Zahl der Lehranfänger weiters in der Informations- und Consultingbranche (plus 21,7 Prozent), im Bereich Transport und Verkehr (plus 13,3 Prozent), im Handel (plus 7 Prozent) sowie im Gewerbe und Handwerk (plus 6,8 Prozent). 

Bei den Gesamtzahlen der Lehrlinge bildeten sich in einigen stark betroffenen Branchen, über alle Ausbildungsjahre gesehen, noch die Auswirkungen der Corona-Lockdowns ab, hielt die Wirtschaftskammer fest. Unterm Strich blieb die Zahl der Lehrlinge in Österreich mit 94.357 (Vorjahresstichtag: 94.219) stabil (plus 0,1 Prozent). Alle 7033 Lehrlinge in überbetrieblicher Ausbildung mit eingerechnet, deren Zahl sich innerhalb eines Jahres um 10 Prozent verringerte, gab es Ende März 101.390 Lehrlinge - um 645 Personen oder 0,6 Prozent etwas weniger als zum Vorjahresstichtag.

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Die Lehrlingsausbildung lässt die Folgen der Pandemie ganz klar hinter sich, es geht deutlich bergauf, wie das große Plus bei den Lehranfängern von 7,8 Prozent und der Zuwachs bei den Gesamtzahlen von 0,1 Prozent beweisen.

Mariana Kühnel, Vize-Generalsekretärin der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ)

Weniger Lehrlinge bei Banken und Versicherungen
Tourismus und Freizeitwirtschaft bilden derzeit über alle Ausbildungsjahre hinweg betrachtet um 8,6 Prozent weniger Lehrlinge aus als noch vor einem Jahr. Bei Banken und Versicherungen sind es um 7 Prozent weniger und in der Industrie um 2,3 Prozent weniger. Spürbar mehr Menschen in Lehrlingsausbildung gibt es hingegen in der Informations- und Consultingbranche (plus 5,6 Prozent). Leichte Zuwächse verzeichnete der Bereich Gewerbe und Handwerk (plus 1 Prozent). Nahezu unverändert ist die Lehrlingszahl im Handel (plus 0,3 Prozent).

„Die Lehrlingsausbildung lässt die Folgen der Pandemie ganz klar hinter sich, es geht deutlich bergauf, wie das große Plus bei den Lehranfängern von 7,8 Prozent und der Zuwachs bei den Gesamtzahlen von 0,1 Prozent beweisen“, so die Vize-Generalsekretärin der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), Mariana Kühnel. Allerdings ist es offenbar nach wie vor schwierig, Lehrlinge anzuwerben. „Die Zuwächse könnten noch deutlich höher sein, wenn die Betriebe genügend geeignete Lehrlinge finden könnten. Momentan sind beim AMS um mehr als 15.000 mehr offene Ausbildungsplätze gemeldet, als es aktuell Lehrstellensuchende gibt.“

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