Falls es angesichts des Zustands der Welt jemand nicht bemerkt haben sollte: Der 20. März ist UNO-Weltglückstag. Vielleicht präsentierten Sonntag zur Mittagszeit auch deshalb Finanzminister Magnus Brunner und Umweltministerin Leonore Gewessler ein von den beiden so genanntes „Entlastungspaket“ gegen die irrsinnigen Teuerungen.
Bei den Preisen für Mieten und Lebensmittel wird sich dadurch wenig ändern. Das „frische Geld“ - was immer die Regierung damit meint - soll vor allem zu den Pendlern in den Vororten um die Städte fließen. So ein Speckgürtelbonus am Weltglückstag ist nicht nichts, und er sei jedem vergönnt. Denen, die gerade wirklich jeden Cent zweimal umdrehen müssen, hilft das freilich wenig.
Allerdings soll man nicht ungerecht sein. Vermutlich wüsste auch eine bessere Regierung als die im Amt befindliche auf die Schnelle keine Lösungen für die vielen schwierigen Fragen.
Die Versäumnisse liegen schon lange zurück. Wie das läuft, zeigte sich jetzt wieder am Beispiel der Pandemie. Aus Angst vor den Schreihälsen vom Schlage eines Herbert Kickl, die es in der Politik immer und zu jeder Zeit gibt, wird vor den notwendigen Maßnahmen zurückgeschreckt. Das Muster bleibt immer gleich: Zuerst wird das Offensichtliche ignoriert, und dann wird entgegen aller Fakten behauptet, es sei nicht vorhersehbar gewesen. Und danach will sich keiner an irgendetwas erinnern oder die Verantwortung übernehmen. So kommen wir nicht weiter und schon gar nicht aus der Krise.











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