18.03.2022 18:24 |

Es brodelt im Gremium

Rotkreuz-Chef Gerry Foitik verlässt GECKO!

Dass es bei GECKO brodelt, war schon länger bekannt. Jetzt zieht der erste Experte des Gremiums einen Schlussstrich. Gerry Foitik, Chef des Roten Kreuzes, verlässt die Kommission, wie Gesundheitsminister Johannes Rauch (Grüne) am Freitagabend bekannt gab. Er dankte Foitik und entschuldigte sich auch dafür, dass man den Empfehlungen der Kommission nicht immer gefolgt war. Zuletzt hatten mehrere Mitglieder überlegt, ihre Funktion niederzulegen, weil sie nicht als Feigenblatt für die Entscheidungen der Politik dienen wollten. 

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Andere, die ebenfalls zu den Unzufriedenen zählten - wie der ehemalige Verteidigungsminister Thomas Starlinger und der Mikrobiologe Andreas Bergthaler -, dürften ebenso bleiben wie Herwig Ostermann von Gesundheit Österreich GmbH, bei dem ob seiner Funktion ein Rückzug aber ohnehin nie ernsthaft eine Option war.

Gerüchte hielten sich hartnäckig
Doch die Gerüchte hielten sich hartnäckig, auch wenn man vorerst noch im Kalmierung bemüht war. Am Freitagvormittag hatte es von der Gesamtstaatlichen Covid-Krisenkoordination auf Anfrage geheißen, dass „weder bei den Vorsitzenden noch bei der Geschäftsstelle Mitglieder um die Zurücklegung der Funktion in GECKO ersucht“ hätten. Und auch GECKO-Mitglieder selbst zeiten sich auf „Krone“-Anfrage hin verwundert: Man wisse nichts von möglichen Austritten, woher diese Gerüchte stammen oder dass es innerhalb des Gremiums derart gären würde.

Politik folgte nicht immer den Empfehlungen
Dass die Politik nicht immer den Empfehlungen der Wissenschaft folgt, ist aber kein Geheimnis. GECKO hatte etwa empfohlen, erst dann Öffnungsschritte zu setzen, wenn die Zahlen einen deutlichen Abwärtstrend zeigen. Angesichts der Rekordwerte an Neuinfektionen und des weiter steigenden Trends haben die Experten ganz offensichtlich recht gehabt.

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