Di, 16. Oktober 2018

IAEO nun sicher

24.05.2011 18:34

Syrien arbeitete heimlich an Atomwaffen

Syrien hat nach Einschätzung der Internationalen Atomenergiebehörde IAEO mit großer Wahrscheinlichkeit an einem geheimen Atomwaffenprogramm gearbeitet. In einem am Dienstag verteilten Bericht schließen die Atomwächter erstmals aus all den ihnen vorliegenden Informationen, dass eine 2007 von Israel zerstörte Anlage in Al Kibar mit großer Wahrscheinlichkeit ein fast fertiger geheimer Atomreaktor war, der der Behörde gemeldet werden hätte müssen.

Damit bereiten die Atomwächter in Wien den Grund für mögliche weitere Schritte der internationalen Gemeinschaft gegen das Regime in Damaskus. Entscheidet sich der IAEO-Gouverneursrat in seiner Sitzung Anfang Juni, den Fall Syrien per Resolution an den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen zu verweisen, könnten weitere Sanktionen drohen.

Die USA waren sich schon seit langem sicher, dass Syrien in Al Kibar an einer Anlage zur Produktion von Material für Atomwaffen baute. US-Geheimdienstberichten zufolge handelt es sich um einen ursprünglich in Nordkorea entworfenen Reaktor zur Herstellung von waffenfähigem Uran. Israel zerstörte die Anlage 2007, bevor die IAEO die Vorwürfe klären konnte. Atominspektoren fanden aber bei einer anschließenden Kontrolle des Geländes Spuren von Uran, die nicht natürlichen Ursprungs sein konnten. Damaskus bestreitet alle Vorwürfe, arbeitet aber auch mit der IAEO seit Jahren nicht ausreichend zusammen. Die IAEO habe alle Möglichkeiten ausgereizt, Syrien zur Zusammenarbeit zu bewegen und habe sich deshalb zu diesem Urteil im Bericht entschlossen, hieß es aus diplomatischen Kreisen in Wien.

Verdacht gegen Iran erhärtet sich immer mehr
Der Internationalen Atomenergiebehörde liegen außerdem neue Informationen über das iranische Atomprogramm vor. Demnach verfüge das Land derzeit über genug angereichertes Uran für mindestens zwei Atombomben. Der Bestand an schwach angereichertem Uran sei trotz internationaler Sanktionen auf 4,1 Tonnen nach 3,6 Tonnen im Februar gestiegen, heißt es. Zur Waffentauglichkeit muss der Stoff aber weiter verarbeitet werden.

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Neymar & Co. siegen
Später Erfolg! Brasilien ringt Argentinien nieder
Fußball International
Spiele manipuliert?
Betrugs-Skandal in Belgien: U-Haft verlängert!
Fußball International
Gruppenplatz 2 fixiert
ÖFB-U21 wahrt EM-Chance mit irrem 3:2 gegen Russen
Fußball International
Neuer Strafenkatalog
Bundesliga setzt gegen „böse Fans“ auf Punktabzüge
Fußball National
Brisanter #brennpunkt
Innenminister Kickl im Talk mit Katia Wagner
Österreich
Klub greift durch
Nach Prügelei: Arda Turan muss hohe Strafe zahlen
Fußball International

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.