Flucht vom Land

Die Kärntner Regionen sterben langsam aus

Kärnten
21.05.2011 12:00
Der Trend ist offenbar nicht mehr zu stoppen: Die Landflucht in Kärnten nimmt immer dramatischere Ausmaße an. Die neuesten Zahlen der Statistik Austria beweisen die Abwanderung der jungen Menschen aus den Tälern und Regionen. Dafür werden die "Speckgürtel" um Klagenfurt und Villach immer stärker.

Kärnten war 2010 das einzige Bundesland mit schrumpfender Bevölkerung. Das zeigen die von Alexander Wisbauer von der Statistik Austria präsentierten Zahlen. Und der Teufel steckt wie so oft im Detail! Wisbauer: "Wir konnten eine fortgesetzt starke Landflucht feststellen."

Bis zu minus drei Prozent 
Das sind die zehn Kärntner Gemeinden mit dem größten Bevölkerungsrückgang: Sachsenburg (-2,9 Prozent), Fresach (-2,8%), Bad Kleinkirchheim (-2,38 %), Bad Bleiberg (-2,47 %), Deutsch-Griffen (-2,4 %), Hüttenberg, (-2,26 %), Maria Saal (-2,17 %), Glödnitz (-2,17 %), Kappel und Eberstein (-2 %).

Diesen "Top 10" der Abwanderungsgemeinden stehen jene zehn Kommunen gegenüber, die über große Anziehungskraft verfügen. Wenig überraschend befinden sich einige in der Nähe von größeren Städten: Maria Rain (+2 Prozent), Schiefling (+1,9 %), Gallizien (+1,7 %), Mühldorf (+1,3 %), Grafenstein (+1,28 %), Wernberg (+1,2 %), Rosegg (+ 1%), Feistritz im Rosental (+ 0,9 %) und Gitschtal (+0,86 %).

"Junge Leute ziehen in die Städte"
Das erkennt man auch deutlich an der Bezirksübersicht: Außer Klagenfurt, Villach und Klagenfurt-Land verlieren alle Bezirke an Bevölkerung. Alexander Wisbauer: "Die jungen Leute ziehen in die Städte, mit 30 dann in deren Umlandgemeinden und nie mehr zurück in ihre Täler."

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