In der relativ kurzen Zeit, in der die Feuerwehr auf Drohnen vertraut, gab es viele erfolgreiche Einsätze.
Die Erkundung der Lage nach Naturkatastrophen stellt einen bedeutenden Einsatzbereich der Feuerwehrdrohnen dar, wie Projektleiter Andreas Oblasser mit konkreten Beispielen zeigt. „Bei einem Felssturz hinter einem Wohnhaus in St. Getraudi in Reith konnten wir erkunden, ob noch mit weiteren Gesteinsmassen zu rechnen ist“, erzählt Oblasser.
Gut in Erinnerung ist der Einsatz bei der Hochwasserkatastrophe im vergangenen Sommer in Kufstein. Die Feuerwehrdrohne brachte genaue Erkenntnisse, auf welche Bereiche sich die Einsatzkräfte konzentrieren müssen.
Bei der nächtlichen Verfolgung eines ausgebüchsten Stiers in Breitenbach folgte eine Feuerwehrdrohne dem Tier. „Auf diese Weise wussten die Einsatzkräfte stets, wo sich der Stier befand, und konnten einen entsprechend großen Sicherheitsabstand zu dem Tier einhalten.“
Verbrechern auf der Spur
Speziell war der Grund für die Anforderung der Feuerwehrdrohne durch die Polizei nach einer Messerstecherei in Nassereith. Die Drohne war in der Oberländer Gemeinde nicht nur auf der Suche nach dem Täter, sondern sollte zudem das verletzte Opfer ausfindig machen. Denn die verletzte Person war kurioserweise verschwunden.
Mit der Wärmebildkamera an der Drohne können wir überdies bei Bränden Glutnester aufspüren.
Projektleiter Andreas Oblasser
Erst vor rund 14 Tagen zeigten sich während der Suchaktion nach einem vermissten Deutschen in Sölden die besonderen Vorzüge der fliegenden Kameras. Der kleinen, wendigen Drohne mit dem lichtstarken LED-Scheinwerfer gelang es, direkt in die dunkle Schlucht vorzudringen, in der sich der – letztlich Gerettete – befand.
„Mit der Wärmebildkamera an der Drohne können wir überdies bei Bränden Glutnester aufspüren“, freut sich Oblasser. Eine Drohne half in der Vorwoche außerdem mit, die Brandursache nach einem Großfeuer in der Gemeinde Radfeld zu klären.
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