Eineinhalb Stunden dauerte am Mittwoch der zweite Teil der Mitgliederversammlung von Austria Klagenfurt - dann war klar: Dem alten Führungsduo Josef Loibnegger und Hans Slocker wurde die Entlastung erteilt, weil auch die Prüfung durch Notar Dr. Leixner keinerlei Unrechtmäßigkeiten zutage gebracht hatte.
Und weil Loibnegger wie gefordert die schriftlichen Erklärungen von Ex-Sportchef Helmut König und Ex-Trainer Walter Schoppitsch vorlegen konnte, dass sie - so es ohne Insolvenz weitergeht - per 30. April bzw. 30. Juni 2011 ausscheiden und auf weitere Ansprüche aus ihren Zwei-Jahres-Verträgen freiwillig verzichten. Ebenso wie Grafiker Johann "Brandy" Brandstätter auf die Abgeltung des Klub-Logos.
Zwei Vizepräsidenten "entdeckt"
Interimsmäßig führt nun Hans Slocker die Geschäfte, während (!) der Versammlung wurden dann Mitglieder-Sprecher Hans Rebernig ("Die Geschäftsgebarung ist tatsächlich okay - da ist kein Cent verschwunden! Nur waren eben einige Verträge zu hoch") und Spielervater Dollinger sen. als neue Vizepräsidenten "entdeckt". Gemeinsam will man sich nun bemühen, bis Montag die drohende Insolvenz abzuwenden, die Stadt vorrangig zur Auszahlung der fix zugesagten 80.000-Euro-Subvention zu bewegen. Sonst wird ein Zwangsausgleich angestrebt, der auf Regionalliga-Ebene keinen Einfluss auf den weiteren Spielbetrieb hätte.
Spieler sind bald weg
Und natürlich müsste man auf Spielerebene schleunigst die Weichen für die Zukunft stellen: Kapitän Christian Prawda ist bei WAC/St. Andrä sehr aktuell, VSV angelt nach Joe Isopp, Jakob Orgonyi und Martin Salentinig.
von Conny Lenz, Kärntner Krone
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