21.01.2022 06:00 |

„Krone“-Kommentar

Inflationsgefahr

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Wer fürchtet sich vor der hohen Inflation? Bei dieser Frage gehen die Emotionen hoch. Die Sparer toben, weil ihnen die Kaufkraft ihrer Guthaben zwischen den Fingern zerrinnt. Die Gewerkschafter lassen die Muskeln spielen, damit die Lohnerhöhungen mit der Teuerung Schritt halten können. Vermögende Anleger stürzen sich noch mehr auf Immobilien, weil Mieten meist mit der Inflation steigen.

Tatsache ist, dass die Energiepreise Hauptverursacher des starken Anstiegs sind. Da der Plafond bald erreicht ist, rechnen Experten von den Wirtschaftsforschern bis zu den Notenbankern im Jahresverlauf 2022 mit einer Abschwächung. Die 4,3 Prozent vom Dezember sollten in Österreich knapp auf dem Höhepunkt sein.

Doch hier ist eine gewisse Skepsis angebracht. Denn egal, mit welcher Branche man sich derzeit befasst, überall werden höhere Preise angekündigt, die mit gestiegenen Rohstoffkosten oder komplizierten Lieferketten zu tun haben: von Getreide/Brot, Haushaltsgeräten über Holz/Möbel bis hin zu Fahrrädern.

Auch Hotels und Restaurants haben bereits an der Preisschraube gedreht, mit steigender Nachfrage wird sich das noch verstärken. Das beeinflusst in den kommenden Monaten die Inflationsraten, die Prognosen für das Jahresmittel 2022 liegen bei über drei Prozent.

Man kann nur hoffen, dass es nicht mehr wird. Denn wenn die Notenbanken mit Zinserhöhungen gegensteuern, verteuern sich Kredite und Finanzierungen, mit dem hohen Wirtschaftswachstum kann es dann schnell vorbei sein.

Manfred Schumi
Manfred Schumi
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