20.01.2022 19:36 |

Engpässe drohen

Corona-Ampel blickt mit Sorge auf Normalstationen

Die Corona-Ampel strahlt weiter in kräftigem Rot. Sämtliche Bundesländer haben sich noch ein Stück weiter vom orangen Bereich entfernt und liegen tief in der Höchstrisikozone. Stark angezogen haben die Tests, dennoch ist nicht einmal mehr ein Drittel der entdeckten Corona-Infektionsfälle asymptomatisch, geht aus dem Arbeitsdokument der zuständigen Kommission hervor. Es brauche nun einen Fokus auf die zunehmende Belastung der Normalstationen in den Spitälern.

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Schon ab einer Auslastung von etwa acht Prozent aller Erwachsenen-Normalpflegebetten könnte es schwierig werden. Denn ab hier könne nur noch ein reiner Akutbetrieb der Spitäler gewährleistet werden. Als weiterer Engpass seien hier insbesondere mögliche Personalausfälle zu berücksichtigen.

Die Ampel lässt die Kommission weiter Rot strahlen. Sämtliche Bundesländer haben sich noch ein Stück weiter vom orangen Bereich entfernt und liegen tief in der Höchstrisikozone.

Trend zeigt überall im Land nach oben
Bereits ab Risikozahl 100 beginnt die rote Zone, die neben Fallzahlen auch unter anderem den Impfstatus einberechnet. Das unverändert beste Bundesland, das Burgenland, liegt bei 432. Selbst die 2000er-Marke wurde in der abgelaufenen Woche gerissen, nämlich in Tirol, das einen Wert von 2212 aufweist. In sämtlichen Bezirken Österreich und damit folgerichtig auch in allen Bundesländern zeigt der 14-Tage-Trend bei den Neuinfektionen nach oben, wie aus dem der APA vorliegenden Arbeitsdokument der Kommission hervorgeht.

Stärkster Anstieg in Oberösterreich
Den stärksten Anstieg gab es zuletzt in Oberösterreich mit 106 Prozent. Aber auch Salzburg, das noch die günstigste Entwicklung diesbezüglich hat, ist mit plus 68 Prozent noch immer klar am Weg nach oben.

Fleißiges Testen, besonders in Wien
Getestet wurde vergangene Woche viel. Bezogen auf 100.000 Einwohner betrug der Bundesschnitt 106.499. Freilich geht dieser hohe Wert auf die Testfreudigkeit im Osten zurück. Alle drei Bundesländer haben (als einzige) einen Wert von über 100.000. So hat Wien mit gut 149.000 Tests auf 100.000 Einwohner mehr als doppelt so viele wie das Schlusslicht Oberösterreich mit knapp 73.000.

Logischerweise werden so auch mehr asymptomatische Fälle entdeckt, womit eine weitere Ausbreitung besser eingedämmt werden kann. Wien liegt hier mit einem Anteil von 44 Prozent an den positiven Tests klar an der Spitze, allerdings weist diesmal auch Vorarlberg mit 40 Prozent einen hohen Wert Asymptomatischer auf, obwohl ganz im Westen relativ wenig getestet wurde. Über das Bundesgebiet gerechnet sind es nur 31 Prozent der entdeckten Infektionen, bei denen die Patienten aktuell ohne Symptome waren.

Infektionsquelle immer seltener entdeckt
Auch nicht mehr gerade oft wird die Quelle aufgedeckt, nämlich nur bei 36 Prozent der Infektionen. Damit bewegt man sich langsam schon wieder in Zahlenregionen wie während der Delta-Welle im Spätherbst, wo das Contact Tracing auch noch kaum aufrechtzuerhalten war.

Was die rohen Fallzahlen angeht, hat diesmal ein steirischer Bezirk die niedrigsten Werte, nämlich Deutschlandsberg, gefolgt von Wolfsberg in Kärnten und Voitsberg wieder in der Steiermark. Am gefährlichsten lebt es sich, was die Corona-Infektionen anlangt, in den Skigebieten des Westens. Die höchste Inzidenz weist Landeck vor Kitzbühel und St. Johann im Pongau auf.

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