19.01.2022 13:42 |

Seit Pandemiebeginn

Sieben-Tage-Inzidenz erreicht nun Rekord-Hoch

Mit rund 27.000 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden haben die Corona-Zahlen einen neuen, alarmierenden Höchstwert erreicht. Und auch die Sieben-Tage-Inzidenz ist auf ein Rekord-Hoch gestiegen, wie aus dem Bericht des Coronavirus-Krisenstabs des Gesundheitsministeriums hervorgeht: 1274 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern, der aktuell geschätzte R-Wert liegt bei 1,32. Gegenüber Dienstag vor einer Woche ist die Sieben-Tage-Inzidenz damit um 522 Punkte gestiegen. Besonders gefährdet für Ansteckungen ist die Altersgruppe unter 25 Jahren - und auch in den Spitälern schnellen die Zahlen wieder deutlich in die Höhe ...

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Seit die hochansteckende Omikron-Variante mit über 93 Prozent der Fälle das Infektionsgeschehen dominiert, haben die Ansteckungszahlen wieder deutlich zugelegt. Doch alles auf die neue Mutation zu schieben, wäre wohl auch vermessen. Denn just in jenen Bundesländern, wo man Skivergnügen und Hüttengaudi frönt, sind die Inzidenzen auf dem höchsten Niveau.

Salzburg und Tirol Spitzenreiter
Spitzenreiter in dem wenig rühmlichen Ranking ist Salzburg mit 2161, gefolgt von Tirol mit 1953. Wien liegt nun auf Platz drei mit 1719 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern, was aber möglicherweise auch mit Urlaubsrückkehrern zusammenhängen könnte. Vorarlberg liegt bei 1175, Oberösterreich bei 1103, gefolgt von Niederösterreich (976), Kärnten (822) und der Steiermark (762). Die geringste Sieben-Tage-Inzidenz verzeichnet das Burgenland mit 693.

Jüngere Altersgruppen besonders gefährdet
Besonders in den jüngeren Altersgruppen wurden in den vergangenen sieben Tagen massive Zuwächse beobachtet, heißt es in dem Bericht, der krone.at vorliegt. Bei den Sechs- bis 14-Jährigen und bei den 15- bis 24-Jährigen lag die Inzidenz bei über 2000, in der Altersgruppe 25 bis 34 nur knapp darunter. 

Gerade in den besagten Altersgruppen hat die Mehrheit noch keine dritte, ja teilweise noch nicht einmal den zweiten Stich erhalten. Die meisten Geboosterten gibt es in der Gruppe ab 65 Jahren, wo auch die Inzidenzen aktuell am niedrigsten sind. Aktuell sind bereits 93,1 Prozent dieser Altersklasse zumindest einmal geimpft, 89,1 Prozent haben bereits den zweiten Stich erhalten und 77,3 Prozent sind geboostert.

Belegung der Normalstationen steigt
Bei der Belegung der Spitalsbetten zeigte sich zuletzt zwar noch keine gravierende Zunahme auf den Intensivstationen, die Belegung der Normalstationen mit Covid-19-Patienten stieg allerdings in den letzten sieben Tagen besonders in Kärnten (plus 54,5%) und Oberösterreich (plus 42,4%) an.

Angesichts dieser Zahlen erwartet man auch wieder Auswirkungen auf die Intensivstationen: „Aus den Kapazitätsmeldungen der Bundesländer sowie den regelmäßig stattfindenden qualitativen Erhebungen kann festgehalten werden, dass sich die Krankenanstalten derzeit bereits auf erwartete Auswirkungen der aktuellen Infektionswelle vorbereiten.“

Engpass auf Intensivstationen befürchtet
So sei bereits bei einer Auslastung der Intensivbetten von zehn Prozent mit Covid-19-Patienten notwendig, nicht lebenswichtige Operationen zu verschieben. Bei Auslastung zwischen zehn und 30 Prozent müssen zunehmend Kapazitäten auch in Aufwachräumen, Überwachungsbetten für intensivmedizinische Behandlungen umgewidmet werden. 

„Bei einer Überschreitung des Schwellenwertes von 33 Prozent der Auslastung an Intensivbetten wird jedenfalls davon ausgegangen, dass die Covid-19-Patienten bereits in deutliche Konkurrenz mit anderen intensivpflichtigen Patienten treten“, heißt es ebenfalls in dem Bericht. Auch müsse die Personalsituation berücksichtigt werden, denn auch im Pflegebereich seien Ausfälle durch Omikron zu erwarten.

Und die Prognosen werden nicht besser, was die Entwicklung der Corona-Lage in Österreich betrifft. Am Mittwochnachmittag wurde verkündet, man erwarte kommende Woche um die 40.000 Neuinfektionen ...

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