Di, 18. September 2018

Diktatoren-Gelder

04.05.2011 15:21

OeNB hat 1,2 Gadafi-Milliarden eingefroren

Rund 1,2 Milliarden Euro an libyschen Geldern sind in Österreich eingefroren. Das sagte Nationalbank-Direktor Andreas Ittner laut der Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch am Rande einer Pressekonferenz. Details über die betroffenen Personen oder Institutionen gab Ittner nicht bekannt.

Ende März hatte die EU eine Liste von Personen und Gesellschaften aus Libyen veröffentlicht, die mit Sanktionen belegt werden. Die Sanktionen umfassen ein Reiseverbot aber auch das Einfrieren von Vermögenswerten.

Laut früheren Berichten umfasst die Liste 26 zu sanktionierende Personen aus dem Gadafi-Clan. Ihnen dürfen "weder unmittelbar noch mittelbar Gelder oder wirtschaftliche Ressourcen zur Verfügung gestellt werden oder zugutekommen". Als sicher gilt, dass zu dem betroffenen Personenkreis neben Gadafi selbst seine Frau, seine Kinder, zwei Schwager und zwei Cousins gehören, sowie hohe Funktionäre aus Militär und Geheimdienst bzw. Personen, denen Teilnahme an der Gewalt gegen Demonstranten vorgeworfen wird (siehe Infobox).

Wem gehört das Geld, wofür soll man es verwenden?

Unklar ist, wem die eingefrorenen und bald vielleicht auch beschlagnahmten Gelder im Endeffekt gehören. Vonseiten der OeNB hatte es zu einem früheren geheißen, dass dies noch zu klären sei. Ein Vorstoß zur Verwendung eines Teils des Geldes war bereits aus Kärnten gekommen: Der dortige Landeshauptmann Gerhard Dörfler hatte vorgeschlagen, die Gadafi-Gelder für die Betreuung libyscher Flüchtlinge zu verwenden.

"Dieses Geld, das eigentlich dem libyschen Volk gehört und das über Jahrzehnte von Diktator Gadafi seinem Volk entzogen wurde, soll damit wieder der eigenen Bevölkerung zur Verfügung gestellt werden", so Dörfler, dessen Vorgänger Jörg Haider eine enge Freundschaft mit Gadafi-Sohn Saif al-Islam verband.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Gegen Paris
3:2 - Klopps Liverpool siegt in letzter Minute
Fußball International
Zahlreiche Stichwunden
Spanische Top-Golferin Barquin (22) ermordet!
Sport-Mix
Zweite deutsche Liga
Salzburg-Leihgabe Hwang schießt HSV zum Sieg
Fußball International
Rückzug als Parteichef
Kern wird SPÖ-Spitzenkandidat bei Europawahl
Österreich
Bayern-Start in die CL
Rummenigge warnt vor Benfica ++ Sanches im Fokus
Fußball International
Perfekter CL-Start
Krasse Messi-Gala bei 4:0-Triumph des FC Barcelona
Fußball International
Nach Ekel-Attacke
Vier Spiele Sperre für Juve-Spucker Douglas Costa
Fußball International

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.

Nachrichten aus meinem Bundesland
Die Bekanntgabe Ihres Bundeslandes hilft uns, Sie mit noch regionaleren Inhalten zu versorgen.