13.01.2022 13:53 |

Kein Zutritt für Frau

China sperrt Spital nach Fehlgeburt

Die äußerst drastischen Corona-Regeln in China haben nun zu folgenschweren Fehlern in zwei Krankenhäusern geführt. Aufgrund eines abgelaufenen Corona-Tests wurde eine Frau im zentralchinesischen Xi'an noch vor den Toren abgewiesen und erlitt kurz darauf eine Fehlgeburt. In einem weiteren Fall verstarb ein Mann mit Herzleiden aufgrund einer ausgebliebenen Behandlung. Die Behörden haben die zwei betroffenen Krankenhäuser aufgrund des Fehlverhaltens inzwischen geschlossen.

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Die beiden Spitäler haben nun drei Monate Zeit, die Fehler in ihren Abläufen zu „beheben“, wie die Gesundheitsbehörde am Donnerstag bekannt gab. Erst nach einer entsprechenden Genehmigung, dass dies auch tatsächlich der Fall ist, dürfen sie wieder öffnen.

„Bei Ausführung der Pflichten versagt“
Die Krankenhäuser hätten „bei der Ausführung ihrer Pflichten, Menschenleben zu retten und Verletzten zu helfen, versagt“, kritisierten die Behörden. Beide Einrichtungen mussten bereits mehrere führende Mitarbeiter entlassen beziehungsweise suspendieren.

Test nur vier Stunden abgelaufen
Vergangene Woche war bekannt geworden, dass eine im achten Monat Schwangere vor dem Gaoxin-Krankenhaus in der unter Lockdown stehenden Stadt eine Fehlgeburt erlitten hatte, weil ihr wegen eines nur seit vier Stunden abgelaufenen Corona-Tests die Behandlung verweigert worden war. Eine weitere Einwohnerin von Xi‘an berichtete, wie ihr Vater nach einem Herzleiden wegen der Corona-Regeln über Stunden in keiner Klinik aufgenommen wurde - und schließlich starb.

Strenger Lockdown in Xi‘an
Die Vorfälle hatten scharfe Kritik an der strikten Umsetzung der Corona-Regeln in der Stadt ausgelöst. In Xi‘an war nach einem Corona-Ausbruch vor drei Wochen ein strenger Lockdown verhängt worden. Die Beschränkungen führten bereits zu Versorgungsproblemen und Lebensmittelknappheit. In den vergangenen Tagen entspannte sich die Infektionslage etwas. Am Donnerstag wurden nur sechs Corona-Neuinfektionen gemeldet.

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