31.12.2021 19:00 |

Plus 15 Grad!

Jahreswechsel zeigt sich besonders frühlingshaft

Besonders mild startet das neue Jahr. Die hohen Temperaturen schmälern den Winterspaß und bringen Tauwetter mit bis zu 15 Grad plus. Und nachts dann Glatteis. Auch Lawinen drohen.

Artikel teilen
Drucken
Kommentare
0

Die Skisaison hat in Kärnten noch nicht einmal richtig gestartet und schon droht das milde Wetter den Wintersportlern einen Strich durch die Rechnung zu machen. „Über Kärnten streift in den kommenden Tagen das Hochdruckgebiet ,Christine’“, erklärt Meteorologe Nikolas Zimmermann vom Wetterdienst UBIMET: „Und das bringt sehr milde Temperaturen.“

Schnee schmilzt dahin
Damit dürften sich nicht nur die großen Schneemengen in einigen Tälern verabschieden, auch in den Bergen wird der Schnee rapide schmelzen. Schon heute könnte das Quecksilber im Thermometer in den Tauerntälern auf ungewöhnliche dreizehn Grad klettern. „Aber auch im Klagenfurter Becken werden es tagsüber, trotz Hochnebels, bis zu plus fünf Grad.“

In der Silvesternacht stellt sich in weiten Teilen Kärnten wieder leichter Frost ein, was dann zu vereisten Fahrbahnen führen kann.

Milde Temperaturen in den Bergen zu Silvester
Einen Ausreißer dürfte es aber in den Bergen geben. „Besonders in höheren Tallagen rechnen wir mit jahresuntypischen Temperaturen. Auf der Gerlitzen erwarten wir sogar neun Grad plus.“ Meteorologe Zimmermann rechnet im Lesachtal mit einem besonders milden Silvesterabend.

Zitat Icon

Die milden Temperaturen zum Jahreswechsel sind wirklich äußerst ungewöhnlich. Es ist ein Ausreißer in der Statistik.

Nikolas Zimmermann, Meteorologe

Die frühlingshaften Temperaturen, die uns Hoch „Christine“ bringt, werden übrigens noch einige Tage die Wetterlage dominieren. Denn am Neujahrstag steigen die Temperaturen noch einmal an. „In Unterkärnten lichtet sich der Nebel im Lauf des Vormittages und es zeigt sich in ganz Kärnten die Sonne“, verspricht der Wetterexperte im Gespräch mit der „Krone“. In den Bergen dürften sich dann sogar bis zu 15 Grad ausgehen. Damit steigt die Nassschneelawinen-Gefahr; ganz besonders im Bereich der Hohen Tauern.

Ausreißer in der langjährigen Statistik
Selbst für Zimmermann sind die Plusgrade zu dieser Jahreszeit ungewöhnlich: „Wirft man einen Blick in die Statistik, sehen wir, dass es in den vergangenen zehn Jahren nie Temperaturen im Plusbereich gegeben hat.“ Einen wesentlichen Faktor dürfte der Klimawandel spielen, meint der Experte.

Erst in der nächsten Woche verabschieden sich die frühlingshaften Temperaturen. „In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch erreicht uns eine Kaltfront. Dann herrschen wieder Temperaturen, die der Jahreszeit entsprechen“, erklärt Zimmermann. Schnee-Nachschub ist nicht in Sicht.

Kommentare

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Donnerstag, 20. Jänner 2022
Wetter Symbol
(Bild: Krone KREATIV)